Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 04/1975

Ausgabe der Autorevue vom April 1975 mit Cover, Editorial & Impressum

08.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

Sportautos

Weltpremieren wie der Maserati Merak SS, an denen sich normalerweise Hunderschaften die Nase plattgedrückt hätten, wurden diesmal aus den Augenwinkeln sterben gelassen, denn endlich einmal hatte ein Genfer Salon wirklich Attraktives zu bieten: Neue Modelle, die nicht nur zum Ah-und-Oh, sondern auch zum Kaufen gut sind.

Daß sogar unter diesem Blickwinkel sportliche Autos zu den absoluten Hits des Angebots zählten, daß ihnen auch unter wirtschaftlichen Aspekten applaudiert wurde – man meint nämlich, daß Autos wie die neuen Lancias auch in vernünftiger Serie absetzbar sein müßten – freut uns ganz besonders.

Es bedeutet nämlich, daß die Krise, der Schock, das dünner gewordene Geld und alle Nöte und Sorgen keineswegs zum uniformen Einheitsmobil („weil man eh nicht mehr schnell fahren darf“ – und weil außerdem der Sprit unverschämt teuer ist) geführt haben. Im Gegenteil: Eine Zeit, die das Autofahren verunsichert und reglementiert, die den Autofahrer beschneidet, demütigt, ihn zur a-priori-Unperson macht (Stinker, Raser, Verschmutzer und potentieller Mörder), bringt auf der anderen Seite eine faszinierende Vielfalt von billigen Kleinen, teuren Kleinen, allen Arten von Mittleren, allen Schattierungen von Großen, aber vor allem auch ein superbes Angebot an neuen Sportwagen heraus. Nun darf aber als sicher gelten, daß die Männer, die das Okay unter den Entwicklungsauftrag eines aufwendigen Autos – egal welcher Größe – oder gar eines Schillernden Sportwagens geben, keine weltfremden Fanatiker oder Liebhaber sind, sondern daß sie alle einer gewissen Einschätzung der Situation und den mittelfristigen Trends und Bedürfnis-Vorhersagen folgen. Übersetzt man dies auf ein ehrliches Wort, heißt es, daß es in nächster Zeit gar nicht mehr als so sonderlich chic gelten wird, das Auto in den Dreck zu ziehen.

Sobald einmal auf beiden Seiten Emotionen aus dem Spiel gelassen werden, gibt es wenig Gründe, warum man sich nicht auch unter geänderten Vorzeichen auf lange Sicht arrangieren könnte. Sogar mit – vernünftig gefahrenen – Sportautos.

 

Ihr

 

Herbert Völker.

 

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

 

Tests

Herbert Völker, Bernd Schilling: Citroen CX 2000 (Seite 26)

Herbert Völker, Bernd Schilling: Toyota Celica GT (Seite 32)

Neue Modelle

VW Polo (Seite 10)

Vauxhall Chevette (Seite 13)

Lancia Montecarlo, Lancia HPE (Seite 14)

Peugeot 604 (Seite 16)

Renault 30 TS (Seite 18)

BLMC ADO 21 (Austin/Morris 1800, 2200) (Seite 20)

Escort RS 2000/RS 1800 (Seite 22)

Pacer von American Motors (Seite 24)

Franz Stehno: Alfetta 1,6 (Seite 25)

Motorrad

Manfred Steffen, Bernd Schilling: Bericht von der Zweirad ´75 (Seite 52)

Bernd Schilling: Fahrbericht KTM 125 Komet (Seite 54)

Information

Neue Modelle, Wirtschaft, Technik, Verkehr (Seite4)

Sport

Herbert Völker: AUTOREVUE-Mittelbild Stig Blomqvist bei der Schweden-Rallye (Seite 36/37)

Herbert Völker, Bishop: Schwedenrallye (Seite 38)

Niki Lauda erzählt (Seite 42)

Helmut Zwickl, DPPI, Kräling: Großer Preis von Südafrika (Seite 44)

Helmut Zwickl, Ferdi Kräling: Interview mit Mario Andretti (Seite 48)

Franz Stehno: Rallyelehrgang bei Rauno Aaltonen (Seite 50)

Internationaler Motorsport (Seite 56)

Nationaler Motorsport (Seite 60)

Sportkalender (Seite 64)

Leserdienst

Leserbrief (Seite 1)

Neue Bücher (Seite 1)

Gebrauchtwagenbörse (Seite 69)

Motorradpreise (Seite 70)

Neuwagenpreise (Seite 71)

Zulassungsstatistik (Seite 72)

Mehr zum Thema
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