Tamara Schögl
Parkschein für Wien: Alle Infos [+FAQ]

Parkschein für Wien: Alle Infos [+FAQ]

Wo und wann braucht man einen Parkschein in Wien, welche Bezahlmöglichkeiten gibt es und worauf muss man bei der Entwertung achten? Alle Infos gibt’s hier im Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 19.04.2022

Wer ein mehrspuriges Kraftfahrzeug in einer Wiener Kurzparkzone abstellen möchte, muss dafür eine Gebühr entrichten – die so genannte Parkometerabgabe. Bezahlt werden kann diese mit einem Parkschein, wahlweise in Papierform oder elektronisch.

Alle Informationen zu Parkscheinen für Wien – inklusive Preisen, Bezahlmöglichkeiten, häufig gestellten Fragen und mehr – findet ihr hier im Überblick.

Parkschein für die Wiener Kurzparkzonen

In Wien wurde mit 1. März 2022 fast das gesamte Stadtgebiet zur flächendeckenden Kurzparkzone. In den Kurzparkzonen ist die Parkdauer zeitlich begrenzt, für mehrspurige Kraftfahrzeuge muss zudem eine Parkometerabgabe entrichtet werden. Wer hier sein Auto abstellt, benötigt während der Geltungsdauer einen Parkschein, entweder ganz klassisch auf Papier oder in elektronischer Form.

Die Kurzparkzonen gelten einheitlich in ganz Wien von Montag bis Freitag 9 bis 22 Uhr. Ausnahmen gibt es in Geschäftsstraßen, hier sind die Zeiten aber gesondert ausgeschildert. Außerhalb der Geltungszeiten benötigt man in den Wiener Kurzparkzonen keinen Parkschein.

» Mehr dazu: Alle Informationen zu den Kurzparkzonen, Neuerungen und aktuell gültigen Regelungen in Wien findet ihr hier

Interaktive Karte: Kurzparkzonen in Wien

Ob und in welcher Kurzparkzone das Fahrzeug steht, könnt ihr hier herausfinden: Die interaktive Karte der Stadt Wien (Quelle: wien.gv.at) zeigt alle Kurzparkzonen im Überblick.

Durch Scrollen und Zoomen kann man durch die Karte navigieren. Flächendeckende Kurzparkzonen sind rosa hinterlegt, Geschäftsstraßen mit abweichenden Regelungen sind hellblau eingezeichnet. Per Klick in den jeweiligen Bereich erhält man weitere Informationen.

Parkgebühren bezahlen

Wie viel man für das Parken mit mehrspurigen Kfz in Kurzparkzonen bezahlen muss, ist in der Parkometerabgabeverordnung festgelegt. Die aktuellen Gebühren gelten seit 1. Jänner 2020.

Bestimmte Personen und Fahrzeuge sind von der Parkometerabgabe in Wien befreit, etwa Menschen mit Behinderung und entsprechendem Parkausweis oder Einsatzfahrzeuge. Alle Informationen dazu hat die Stadt Wien unter diesem Link zusammengefasst.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Parkometerabgabe für die Kurzparkzonen in Wien zu entrichten:

Parkschein in Papierform

Die klassische Variante sind Parkschein in Papierform. Sie müssen vorab gekauft, direkt nach dem Abstellen des Autos ausgefüllt und gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt werden.

Erhältlich sind Papier-Scheine in Trafiken, an Tankstellen oder bei der Post. Es gibt sie in verschiedenen Varianten. Die Gültigkeitsdauer ist schon auf den ersten Blick anhand der Farbe ersichtlich.

FarbeParkdauerPreis
Violett15 MinutenGratis
Rot30 Minuten1,10 Euro
Blau60 Minuten2,20 Euro
Grün90 Minuten3,30 Euro
Gelb120 Minuten4,40 Euro
Am Parkschein für Wien ist die Parkdauer schon anhand der Farbe ersichtlich.
© Bild: Tamara Schögl
Die Parkdauer ist schon anhand der Farbe ersichtlich.

Handyparken / Elektronischer Parkschein

Statt der Papier-Variante kann man einen Parkschein für Wien auch mit dem Smartphone lösen. Die elektronische Option kann bei verschiedenen Anbietern gekauft werden, etwa Handyparken oder EasyPark.

» Mehr dazu: Wie Handyparken in Wien funktioniert, was man beachten muss und welche weiteren Anbieter es gibt, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Gebühren für elektronische Parkscheine

In der Parkometerabgabeverordnung sind auch die Gebühren für elektronische Parkscheine festgelegt:

AbstelldauerPreis
0,5 Stunde1,10 Euro
1 Stunde2,20 Euro
1,5 Stunden3,30 Euro
2 Stunden4,40 Euro
2,5 Stunden5,50 Euro
3 Stunden6,60 Euro
15 Minutengebührenfrei

Pauschale Entrichtung der Parkometerabgabe

Wer nicht immer einzelne Parkscheine lösen will, kann die Parkometerabgabe für alle Bezirke auch pauschal bezahlen. Dafür muss man einen Antrag bei der Behörde stellen.

Die pauschale Parkometerabgabe kann für ein bestimmtes Kennzeichen für mindestens drei und maximal 24 Monate bezahlt werden. Benötigt wird ein Aufkleber mit elektronischem Parkchip (wie beim Parkpickerl), der am rechten oberen Rand der Windschutzscheibe angebracht wird.

Die pauschalierten Kosten betragen bei ganztägiger Inanspruchnahme 2.544 Euro pro Jahr. Auf Basis dieser Grundlage wird die pauschale Abgabe für kürzere Zeiträume oder halbtägige Inanspruchnahme berechnet. Weitere Informationen zu den Kosten und die Möglichkeit zur Antragstellung findet man auf der Website der Stadt Wien unter diesem Link.

Parkchip für Beschäftigte / Betriebe

Unter bestimmten Voraussetzungen können Beschäftigte bzw. Betriebe von der höchstzulässigen Abstelldauer in flächendeckenden Wiener Kurzparkzonen ausgenommen werden. Weitere Informationen dazu findet ihr direkt bei der Stadt Wien.

Parken in Wien mit Parkpickerl

Mit einem Parkpickerl braucht man für den betreffenden Bezirk (und Überlappungszonen) keinen Parkschein mehr, zudem berechtigt es zum Parken ohne zeitliche Begrenzung (ausgenommen sind Geschäftstsraßen). Ein Parkpickerl bekommen aber nur Personen mit Hauptwohnsitz in Wien.

Das Parkpickerl kostet in allen Bezirken 10 Euro pro Monat, das entspricht 120 Euro pro Jahr bzw. 240 Euro für zwei Jahre. Bei der erstmaligen Ausstellung kommen noch diverse Abgaben dazu.

» Mehr dazu: Alle Informationen zum Parkpickerl für Wien findet ihr hier im Überblick.

Parkschein für Wien richtig ausfüllen

Einen Parkschein in Papierform muss man erst richtig ausfüllen (entwerten), bevor man ihn hinter die Windschutzscheibe legt.

Das funktioniert bei allen kostenpflichtigen Parkscheinen für Wien (also ab 0,5 Stunden) so:

  • Die Ankunftszeit muss eingetragen werden: Monat, Tag, Stunde, Minute und Jahreszahl.
  • Bei der Ankunftszeit kann auf die nächste Viertelstunde aufgerundet werden: Z.B. bei Ankunft um 9 Uhr 6 wird Stunde 9 und Minute 15 angekreuzt.
  • Alle erforderlichen Felder müssen deutlich und haltbar ausgefüllt werden, also zum Beispiel mit einem Kugelschreiber.
  • Eine Korrektur ist nicht erlaubt – irrtümlich falsch ausgefüllte Parkscheine dürfen nicht verwendet werden.

Bei kostenlosen 15-Minuten-Parkscheinen (violett) muss die Ankunftszeit genau angegeben werden, hier ist ein Aufrunden nicht erlaubt. Die Stunde bzw. Minute der Ankunftszeit wird hier händisch eingetragen und nicht angekreuzt.

Was ist ein Parkschein?

Mit einem Parkschein kann man die Parkometerabgabe entrichten. Man braucht ihn, wenn man mit einem mehrspurigen Kraftfahrzeug in einer Kurzparkzone steht und kein Parkpickerl hat.

Wo braucht man einen Parkschein in Wien?

In allen Wiener Kurzparkzonen braucht man einen Parkschein. Mit März 2022 wurden die Kurzparkzonen in der Hauptstadt auf alle Bezirke erweitert, somit muss man fast im gesamten Stadtgebiet Parkgebühren bezahlen. Einen Überblick über alle Kurzparkzonen in Wien (inklusive interaktiver Karte) findet ihr hier.

Wann braucht man in Wien einen Parkschein?

Während der Geltungszeiten der jeweiligen Kurzparkzone braucht man einen Parkschein. Die Kurzparkzonen gelten in ganz Wien von Montag bis Freitag von 9 bis 22 Uhr. Abweichende Zeiten in Geschäftsstraßen sind gesondert ausgeschildert.

Welche Arten von Parkscheinen gibt es?

Es gibt Parkscheine in klassischer Papierform und elektronisch. Die Parkscheine aus Papier werden ausgefüllt und gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt, die elektronische Variante wird mit dem Smartphone gekauft.

Wie viel kostet ein Parkschein in Wien?

Die Parkgebühren sind in der Parkometerabgabeverordnung festgelegt, sie betragen 1,10 Euro je halber Stunde.
Damit kosten Parkscheine (sowohl in Papier- als auch in elektronischer Form) 1,10 Euro/0,5 Std., 2,20 Euro/1 Std., 3,30 Euro/1,5 Std., 4,40 Euro/2 Std., 5,50 Euro/2,5 Std. und 6,60 Euro/3 Std.
Der 15-Minuten-Parkschein ist kostenlos.

Wie lange gilt ein Parkschein?

Die Gültigkeitsdauer ist direkt am Parkschein ersichtlich und reicht von 15 Minuten bis zu 3 Stunden. Bei kostenpflichtigen Parkscheinen kann bei der Startzeit auf ganze Viertelstunden „aufgerundet“ werden. Wird ein 1-Stunden-Parkschein um 12.20 Uhr gelöst, kann man damit also bis 13.30 Uhr parken.

Wie füllt man einen Parkschein richtig aus?

Bei Papier-Parkscheinen muss man die Ankunftszeit selbst eintragen. Bei den kostenpflichtigen Scheinen (also ab 0,5 Stunden) darf man dabei auf die nächste Viertelstunde aufrunden. Bei kostenlosen 15-Minuten-Parkscheinen muss die genaue Ankunftszeit ohne Aufrundung eingetragen werden. Zum Ausfüllen muss ein deutlich sichtbarer und haltbarer Stift verwendet werden, also zum Beispiel ein Kugelschreiber.

Braucht man auch für ein Motorrad einen Parkschein?

Nein. Die Parkometerabgabe muss nur für mehrspurige Kraftfahrzeuge entrichtet werden.

Brauche ich auch einen Parkschein, wenn ich ein Parkpickerl habe?

Für den Gültigkeitsbereich des Parkpickerls braucht man keinen zusätzlichen Parkschein. Wo das Parkpickerl jeweils gilt, erfahrt ihr hier.