Wunschkennzeichen: Was gibt es zu beachten, wie viel kosten sie?

Wer in Österreich ein Wunschkennzeichen an seinem Fahrzeug haben möchte, muss mehrere Punkte berücksichtigen und mit einigen Kosten rechnen.

08.10.2016 Online Redaktion

1989 wurde die Möglichkeit ein Wunschkennzeichen zu beantragen, vom damaligen Verkehrsminister Rudolf Streicher eingeführt. Was damals als lukrative, zusätzliche Einnahmequelle gedacht war, ist spätestens seit 2004 eher nur mehr eine Randerscheinung auf Österreichs Straßen. Der Grund: Viele Autofahrer verlängerten nach Ablauf der Gültigkeitsfrist von 15 Jahren ihre Wunschkennzeichen nicht – sicherlich auch aufgrund der Kosten, die mittlerweile beachtliche 228 Euro ausmachen.

Der Weg zum Wunschkennzeichen

Wo wird das Wunschkennzeichen beantragt?

Der erste Schritt um ein Wunschkennzeichen zu reservieren bzw. bewilligt zu bekommen, ist der Gang zur Zulassungsbehörde des Hauptwohnsitzes des Antragstellers. Dazu wird eine Meldebestätigung benötigt, falls die Behörde die Daten nicht selbst aus dem zentralen Melderegister abfragt. Bei Wunschkennzeichen für Firmen muss ein Firmenbuchauszug vorgelegt werden. Die Behörde stellt dann Bestätigung für die Reservierung bzw. Bewilligung für das Kennzeichen aus, sofern das gewünschte Kennzeichen noch nicht vergeben ist oder ein sonstiger Grund für eine Ablehnung vorliegt.

Wie lange dauert es, bis das Wunschkennzeichen fertig ist?

Mit der Bestätigung der Zulassungsbehörde kann bei der Zulassungsstelle das Wunschkennzeichen bestellt werden. Innerhalb von etwa einer Woche kann das Wunschkennzeichen dann bei der Zulassungsstelle abgeholt werden. Die Zulassungsbehörde ist je nach Hauptwohnsitz: Die Landespolizeidirektion, die Bezirkshauptmannschaft oder der Magistrat bzw. in Wien das Verkehrsamt.

Wo wird das Wunschkennzeichen verlängert?

Für eine Verlängerung des Wunschkennzeichens sind die Zulassungsstellen der Versicherungsgesellschaften zuständig.

Welche Fristen müssen beachtet werden?

Ein Wunschkennzeichen kann reserviert werden (max. 5 Jahre) oder sofort zugewiesen werden. Nach 15 Jahren erlischt die Gültigkeit, sofern nicht schon früher freiwillig auf das gewünschte Kennzeichen verzichtet wurde oder rechtzeitig eine Verlängerung beantragt wurde (frühestens 6 Monate vor Ablauf möglich). Wer keine Verlängerung oder ein anderes Wunschkennzeichen beantragt muss auf Standard-Kennzeichentafeln umsteigen – in dem Fall muss keine erneute Zulassung erfolgen, es müssen lediglich die üblichen Gebühren für die Kennzeichen bezahlt werden.

Welche Wunschkennzeichen sind erlaubt, welche Zeichenkombinationen möglich?

Wunschkennzeiche1n können nicht beliebig gestaltet werden, auch hierfür gibt es genaue Vorgaben: Ganz links steht immer die Abkürzung der Zulassungsbehörde, also in Landeshauptstädten ein Buchstabe und bei allen anderen Zulassungsbehörden zwei Buchstaben. Es folgt das Landeswappen und erst danach die gewünschte Buchstaben- bzw. Ziffernkombination. Aber auch hier gibt es Einschränkungen: Die wählbare Kombination kann, je nach Länge der Abkürzung der Zulassungsbehörde bzw. auch nach Platz (Pkw- oder Motorrad-Kennzeichen), aus drei bis sechs Zeichen bestehen. Außerdem gilt: Es muss ein Buchstabe am Beginn und eine Ziffer am Ende stehen, wobei die Buchstaben und Ziffern jeweils in einem Block zusammengefasst sein müssen.

Wieviel kostet ein Wunschkennzeichen?

Für die Bewilligung werden 200 Euro als Abgabe für den Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds eingehoben, zusätzlich Verwaltungs- bzw. Antragskosten von 14 bzw. 14,30 Euro. Insgesamt schlägt die Bewilligung somit mit 228,30 zu Buche. Bei Abholung der Kennzeichentafeln werden weitere 18 Euro fällig.

Wie viel kostet die Verlängerung?

Die Verlängerung ist nur unwesentlich „günstiger“: Wiederum 200 Euro Abgabe für den Verkehrssicherheitsfonds und 14 Euro Verwaltungskosten sind hierfür zu tragen.

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