5 Elektroroller im Alltags-Test

Reichweite, Ladezeit, Fahreigenschaften: So schlagen sich fünf Elektroroller im ÖAMTC-Test auf Alltagstauglichkeit.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 10.07.2019

Roller sind ein praktisches Fortbewegungsmittel im urbanen Raum, immer öfter trifft man auch die elektrifizierten Varianten auf den Straßen der österreichischen Städte. Ob Elektroroller für ein Einsatz im Alltag geeignet sind, haben sich der ÖAMTC und seine Partner genauer angesehen und fünf gängige Modelle einem Praxistest unterzogen.

Fünf gängige Elektroroller im ÖAMTC-Test

Vespa Elettrica

Einen ausführlichen Testbericht über Vespas Elektroroller aus der autorevue 2019/7 gibt’s hier zum Nachlesen.

Die Vespa Elettrica von Piaggio hat beim ÖAMTC des “kompaktesten Eindruck” hinterlassen. Mit einem Preis von 6.690 Euro ist der Elektroroller der italienischen Kultmarke aber auch mit Abstand der teuerste im Test. In Sachen Fahrkomfort und Verarbeitung schnitt die Vespa Elettrica gut ab, auch in den Bereichen Reichweite ab Werk sowie Ladezeit ist sie Testsieger. “Allerdings ist die Elettrica recht schwer, was ein Schieben im wahrsten Sinne des Wortes erschwert”, sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. “Und auch der Akku ist fix verbaut, sodass ein Laden nur im Freien oder der Garage möglich ist.”

© Bild: ÖAMTC

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Niu N1S

Ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigt der ÖAMTC dem Niu N1S. “Für weniger als 3.000 Euro bekommt man durchdachte Technik im modernen Design”, so Kerbl. “Ein weiteres Plus ist, dass der herausnehmbare Akku im Fahrzeugboden verbaut ist, was für mehr Stauraum in der Sitzbank sorgt.” Leichte Schwächen zeigt der Roller aus China allerdings neben den Bremsen auch bei den Ladezeiten.

© Bild: ÖAMTC

Torrot Muvi

Auf Platz drei rangiert der Elektroroller Muvi des spanischen Herstellers Torrot. “Die für einen Roller ungewohnte 16-Zoll-Bereifung wirkt sich positiv auf die Fahrstabilität aus”, erklärt Kerbl. “Zudem verfügt der Roller als einziger im Test über ein kombiniertes Bremssystem, bei dem die Vorderradbremse bei gezogener Hinterradbremse mitbetätigt wird.” Im Gegensatz zu anderen Hersteller, die moderne LED-Technik für die Beleuchtung nutzen, setzt Torrot jedoch auf konventionelles Halogenlicht, was eine schlechtere Lichtleistung zur Folge hat.

unu Scooter Classic

Klein, leicht, günstig – das sind die Vorteile des Scooter Classic von unu. In diesem Bereichen kann dem Elektroroller keiner der anderen Testkandidaten das Wasser reichen. Die Dimensionen erleichtern zwar das Navigieren im dichten Verkehr, andererseits schränken sie aber auch die Nutzbarkeit ein: Für Personen über 1,80 Metern Körpergröße sei der unu Classic nahezu ungeeignet, konstatiert Kerbl. Auch beim Bremsen zeigt der Roller aus Deutschland Schwächen.

© Bild: ÖAMTC

Kumpan 1954 Ri

Der Kumpan 1954 Ri konnte im Test nicht überzeugen. “Der in Deutschland erdachte und in China gefertigte Roller hätte durchaus Potenzial gehabt, auf einem der vorderen Plätze zu landen, denn trotz seiner Größe ist er erstaunlich leicht und auch das Fahrwerk überzeugt mit Komfort und Fahrstabilität”, so der ÖAMTC-Techniker. Der letzte Platz im Test ist in erster Linie der schlechten Ausleuchtung geschuldet. “Das Abblendlicht reicht gerade einmal etwas über fünf Meter weit. Schaltet man das Fernlicht an, sieht man leider nicht viel weiter. Eine nächtliche Fahrt kommt daher einem Blindflug gleich”, so Kerbl abschließend.

Elektroroller-Test: Ergebnisse und Daten im Überblick

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