8 E-Scooter im Praxistest

Der ÖAMTC und ADAC haben acht aktuelle E-Scooter in verschiedenen Preisklassen einem umfassenden Praxistest unterzogen – mit mit besonderem Augenmerk auf die Verkehrssicherheit. Die Ergebnisse findet ihr hier im Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 12.11.2019

E-Scooter, also kompakte elektrische Tretroller, sind im städtischen Bereich mittlerweile omnipräsent. Nicht nur die gebrandeten E-Scooter von diversen Leihanbietern sind in Wien an jeder Ecke zu finden – immer mehr Menschen leisten sich einen eigenen Elektro-Tretroller für kurze innerstädtische Wege. Die nicht abreißen wollende “E-Scooter-Flut” haben der ÖAMTC und ADAC zum Anlass genommen, acht Modelle verschiedener Preisklassen einem umfassenden Praxistest mit besonderem Augenmerk auf die Verkehrssicherheit zu unterziehen. Die Ergebnisse findet ihr hier.

Welche E-Scooter wurden getestet?

Getestet wurden acht E-Scooter mit Preisen zwischen 79,90 Euro und 2.399 Euro:

E-ScooterNoteReichweite getestet (km)Reichweite lt. Hersteller (km)
X2 City von BMW1,92230
Egret Ten V42,04640
Metz Moover2,52220
IO Hawk Exit-Cross2,55048
Egret Eight V32,62530
The Urban #BRLN V32,62020
IO Hawk Sparrow3,31428
Moovi ES1455,01522
© Bild: ÖAMTC/Viktor Schwenk

Wie haben die E-Scooter im Test abgeschnitten?

Vier der acht E-Scooter wurden von den Experten als “gut” bewertet, drei bekamen die Note “durchschnittlich”, ein Modell fiel im Test durch. So haben die einzelnen Modell im Detail abgeschnitten:

BMW X2 City: Der Testsieger

Mit einer Gesamtnote von 1,9 ging der BMW X2 City als Sieger aus dem E-Scooter-Test des ÖAMTC und ADAC hervor. Mit einem Preis von 2.399 Euro ist das Gerät aber auch das teuerste unter den Testteilnehmern. “Die hydraulischen Scheibenbremsen sind optimal zu dosieren. Mit diesen lässt sich der Scooter mit erstaunlicher Effektivität verzögern”, sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Auch die Verarbeitungsqualität, Bedienung sowie Beleuchtung verortet der Club auf “höchstem Niveau”. Zudem verfügt der E-Scooter von BMW als einziges Gerät im Test über eine Bremsleuchte sowie einen austauschbaren Akku. Als Schwachpunkt nennt Kerbl die wenig bedienerfreundliche Motorsteuerung mittels eines Fußpedals am Ende des Trittbretts, auch das relativ hohe Gewicht und die unhandlichen Dimensionen werden beanstandet. Die Testergebnisse im Detail findet ihr unter diesem Link.

The Urban #BRLN V3: Der Preis-Leistungs-Sieger

Der E-Scooter The Urban #BRLN V3 erhielt ebenfalls die Gesamtnote 2,6. Als Vorteile nennen die Tester das geringe Gewicht, den starken Antrieb, die gute Transportfähigkeit und den guten Fahrkomfort. Nachteilig ist die geringe Reichweite, die schmale Fußaufstandsfläche und die schwache Frontleuchte. Die Testergebnisse für den The Urban #BRLN V3 gibt’s unter diesem Link im Detail nachzulesen.

Egret Ten V4

Mit einer Gesamtnote von 2,0 landet der Egret Ten V4 nur knapp hinter dem BMW X2. Mit einem Preis von unter 1.700 Euro ist dieses Modell deutlich günstiger. Die Tester überzeugte der Egret Ten V4 mit seiner angenehmen Handhabung und einer gut dosierbaren Hinterradbremse. “Der E-Tretroller hat eine hohe Reichweite von über 46 km und ist daher für den täglichen Gebrauch mit langen Wegstrecken optimal”, zieht Kerbl Bilanz. Die Testergebnisse im Detail findet ihr unter diesem Link.

Egret Ten V4 E-Scooter
  • StVZO zugelassen Ja
  • Motorleistung 500W
  • Reichweite 40km

Metz Moover

Auf Platz drei im Test landete der Metz Moover. Der E-Scooter überzeugte mit einem sicheren Fahrverhalten, einem guten Antrieb sowie gutem Anfahrverhalten auch bergauf. Negativ sei allerdings die Position des Startknopfes zu werten, auch das Hochfahren des Systems benötige zu viel Zeit, so Kerbl. Die Testergebnisse im Detail findet ihr unter diesem Link.

Angebot
METZ moover Elektrotretroller
26 Bewertungen
METZ moover Elektrotretroller
  • Allgemeine Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrt-Bundesamt: in Deutschland für den Straßenverkehr (für Straßen und Radwege) zugelassen
  • Hinterradantrieb mit 500 W Peakleistung: Softwarekonzept für angenehmes Anfahren
  • 12“-Luftbereifung von Schwalbe für ein komfortables Fahrgefühl auch auf unebenen Untergründen

IO Hawk Exit-Cross

Der IO Hawk Exit-Cross konnte im Test ebenfalls eine Gesamtnote von 2,5 einfahren. Mit einem Gewicht von 24,1 Kilogramm ist der E-Scooter besonders schwer, dafür ist er auch (eingeschränkt) geländefähig. Die Testergebnisse für den IO Hawk Exit-Cross im Detail findet ihr unter diesem Link.

© Bild: ÖAMTC/Viktor Schwenk

Egret Eight V3

Der Egret Eight V3 erhielt im Test die Gesamtnote 2,6. Als positive Punkte nennt der ÖAMTC unter anderem das geringe Gewicht, die gute Transportfähigkeit, den starken Antrieb und den sehr guten Fahrkomfort. Negativ werden hingegen die schmale Fußaufstandsfläche sowie die geringe Zuladung bewertet. Die Testergebnisse für den Egret Eight V3 findet ihr unter diesem Link im Detail.

IO Hawk Sparrow

Mit einer Gesamtnote von 3,3 schaffte es der IO Hawk Sparrow nur auf den vorletzten Platz im Test. Die Gründe dafür sind unter anderem der längste Bremsweg im Test sowie die geringe Zuladung und Variabilität. Die Ergebnisse für den IO Hawk Sparrow im Detail findet ihr unter diesem Link.

Moovi ES145: Verlierer

Als einziges Modell fiel der Moovi ES145 im E-Scooter-Test des ÖAMTC und ADAC durch. “Die Gefahr eines Überschlags über den Lenker ist bei diesem Modell enorm, da der Klappmechanismus des Moovi versehentlich auch während der Fahrt ausgelöst werden kann”, erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Während der Dauerhaltbarkeitsprüfung hat sich ein Bruch an der Feder des Vorderraddämpfers ereignet. Zudem hat sich der Klappmechanismus bei der Testfahrt gelöst, wodurch der Testfahrer zu Sturz gekommen ist. Aufgrund der Sicherheitsmängel bezeichnen die Tester den
Moovi ES145 als “nicht zu empfehlen”. Die Testergebnisse im Detail findet ihr unter diesem Link.

Der E-Scooter-Test im Video

Wie sicher sind die E-Scooter im Straßenverkehr?

“Beim einhändigen Fahren besteht unabhängig vom Modell eine sehr hohe Sturzgefahr. Dies ist wegen der nicht vorhandenen Ausrüstungspflicht für Blinker problematisch einzustufen”, sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Den Herstellern empfehlen die Experten, unter anderem eine Information über die maximal zulässige Zuladung direkt am Scooter anzubringen, sowie serienmäßige Blinker am Lenker. Als bemerkenswert bezeichnet der Mobilitätsclub die Tatsache, dass sowohl hochpreisige als auch günstige Modelle mit LED-Licht ausgestattet sind – in dieser Kategorie schneiden die E-Scooter von BMW und Metz im Test am besten ab. Signifikante Unterschiede stellten die Tester bei den Bremsen fest, insbesondere die Modelle Moovi und Sparrow fielen diesbezüglich negativ auf. Als Bremsensieger schnitt der BMW-Scooter ab – seine hydraulischen Zweikolbenscheibenbremsen lassen sich mit wenig Kraftaufwand sehr fein und präzise bedienen.

© Bild: ÖAMTC/Viktor Schwenk

Was gilt es beim Kauf eines E-Scooters zu beachten?

Wer sich einen E-Scooter für den Eigengebrauch zulegen möchte, sollte vor dem Kauf einige Punkte beachten. Der ÖAMTC empfiehlt, vor der endgültigen Entscheidung für ein Modell jedenfalls eine Probefahrt durchzuführen. Außerdem ist darauf zu achten, dass der E-Scooter den gesetzlichen Bestimmungen im Nutzungsland entspricht.

Die beliebtesten E-Scooter am Markt

Bestseller: E-Scooter

Hier findet ihr die beliebtesten E-Scooter zusammengefasst in einer Bestseller-Liste. Die Auswahl wird stündlich aktualisiert.

Aktuelle Angebote für E-Scooter

In folgender Liste findet ihr die derzeit besten Angebote für E-Scooter – die Angebote werden stündlich aktualisiert und stehen teilweise nur kurzfristig zur Verfügung.


Einige hier angeführte Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr auf so einen Affiliate-Link klickt und über diesen Link einkauft, bekommt autorevue.at vom betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für den Benutzer bzw. Käufer verändert sich der Preis nicht!



Voriger
Nächster