Tamara Schögl
Benzinpreis in Österreich [Aktuelle Infos + Entwicklung]

Benzinpreis in Österreich [Aktuelle Infos + Entwicklung]

Die wichtigsten Informationen rund um den Benzinpreis in Österreich: Wie viel kostet Eurosuper und wie findet man die billigsten Tankstellen?

Online Redaktion
Veröffentlicht am 09.08.2022

Aktueller Benzinpreis

Am 8. August 2022 betrug der durchschnittliche Benzinpreis (Eurosuper 95) an Tankstellen in Österreich 1,860 Euro je Liter.

Im Wochenvergleich bedeutet das einen Rückgang um 5,3%. Bei der vorigen Erhebung des Fachverbandes der Mineralölindustrie am 1. August hatte der durchschnittliche Benzinpreis noch bei 1,964 Euro je Liter gelegen.

Den drastischen Anstieg des Benzinpreises 2022 veranschaulicht der Jahresvergleich: Vor einem Jahr – Stichtag 2.8.2021 – hatte Eurosuper 95 gerade einmal 1,329 Euro je Liter gekostet (Quelle: BMK).

» Tagesaktuelle Benzinpreise auf einen Klick: Die billigsten Tankstellen in eurer Nähe findet ihr mit unserem Spritpreisrechner.

Benzin wieder billiger als Diesel

Eigentlich sind es österreichische Autofahrer:innen gewöhnt, dass Diesel an den Tankstellen weniger kostet als Benzin – das ist auf die niedrigere Mineralölsteuer zurückzuführen, man spricht vom so genannten „Dieselprivileg“. Dennoch lag der Benzinpreis schon in der Vergangenheit immer wieder unter jenem von Diesel, und auch 2022 kostete Diesel an den Zapfsäulen bereits über einen längeren Zeitraum hinweg mehr als Super.

Nach fast drei Monaten hat sich das Ende Mai wieder geändert. Die Erhebung des FVMI vom 30. Mai zeigte den Diesel- und den Benzinpreis auf dem exakt gleichen Stand. Nun hat sich die Situation wieder umgekehrt: mittlerweile ist Eurosuper 95 wieder geringfügig billiger als Diesel.

Die Durchschnittspreise vom 8. August im Vergleich:

  • 1,866 Euro je Liter Diesel
  • 1,860 je Liter Eurosuper 95

Damit ist der Liter Benzin durchschnittlich um 0,6 Cent billiger als Diesel.

Der Benzinpreis pendelt um die 2-Euro-Marke.
Der Benzinpreis ist wieder deutlich unter die 2-Euro-Marke gesunken.

CO2-Bepreisung bringt weiteren Spritpreisanstieg

Mit der CO2-Bepreisung ab kommendem Herbst steht ein weiterer Spritkostenanstieg bevor. Ab Oktober 2022 kosten CO2-Emissionen auch in Österreich 30 Euro pro Tonne. Der Benzinpreis wird damit Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO aus dem Jahr 2021 zufolge um 7,7 Cent (inkl. MWSt) je Liter steigen.

Um die durch den CO2-Preis entstehenden finanziellen Mehrbelastungen beim Tanken und Heizen abzufedern, wird ab 2022 auch der regionale Klimabonus eingeführt. Dieser beträgt für heuer 250 Euro, dazu kommen 250 Euro Inflationsausgleich. Jeder Erwachsene erhält somit 500 Euro aufs Konto, für Kinder kommen 50% dazu.

Alle Informationen zum Klimabonus findet ihr hier im Überblick.

Benzinpreis im EU-Vergleich

Der Preis für Eurosuper 95 an Österreichs Tankstellen lag am 1.8.2022 mit 1,964 Euro je Liter 10,8 Cent über dem EU-Durchschnitt.

Im „Länder-Ranking“ belegte der Benzinpreis in Österreich den 7. Platz – das heißt, dass der Liter Eurosuper in 6 EU-Ländern an diesem Stichtag teils deutlich teurer war. Allerdings wurde auch in vielen Ländern ein teils deutlich niedrigerer Benzinpreis verzeichnet.

Quelle: FVMI

Benzinpreis in Österreichs Nachbarländern

In Österreichs Nachbarländern variiert der Preis je Liter Benzin stark. Einige Beispiele:

  • In Kroatien wurden die Spritpreise an Tankstellen abseits der Autobahnen gedeckelt. Aktuell kostet ein Liter Normalbenzin hier höchstens 12 Kuna (1,60 Euro).
  • In Deutschland wurde mit 1. Juni die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt. Die Steuersenkung gilt bis 31. August. Der durchschnittliche Preis für einen Liter E10 liegt aktuell (Stand 20. Juli) bei 1,789 Euro. Das ist weniger als in der Woche davor.
  • In Slowenien sind die Spritpreise ebenfalls gedeckelt. Abseits der Autobahnen liegt der Maximal-Preis für einen Liter Normalbenzin bei 1,534 Euro.
  • In Ungarn wurde bereits im November 2021 ein Spritpreisdeckel eingeführt, hier kostet der Liter Treibstoff maximal 480 Forint. Das sind umgerechnet rund 1,30 Euro. Seit 27. Mai gilt der günstige Preis aber nur mehr für Einheimische – Ausländer:innen sollen den höheren Marktpreis zahlen, der etwa 40 Prozent darüber liegt.