Autopolitur: Glänzendes Auto dank richtiger Poliertechnik

Erfahrt hier, wie ihr euer Auto und speziell dessen Lack richtig pflegt. Welche Poliermittel gibt es und wie poliert man überhaupt richtig?

23.02.2018 Online Redaktion

Im Frühjahr, nach dem letzten Frost, sollten Autofahrer den Autolack ihres Wagens einem ausgiebigen Pflegeprogramm unterziehen. Neben der gründlichen Reinigung des Wagens sollte das Auto nochmal richtig poliert werden. Das sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch dabei, neue Anhaftungen zu verhindern. Natürlich kann der Wagen auch in die Werkstatt gebracht werden, wo ein Profi mit einer Poliermaschine den Lack poliert. Dies ist jedoch zeitaufwendig und kann schnell mehrere hundert Euro kosten. Wer Geld sparen möchte sollte selber Hand anlegen. Doch dabei gibt es einiges zu beachten.

Worauf muss man achten, wenn man sein Auto polieren möchte?

Bereits vor der eigentlichen Politur gibt es einige Vorbereitungen, die ihr treffen müsst. So muss der Wagen entweder in einer Garage oder im Schatten geparkt werden, da durch Sonneneinwirkung die Wirkung der neuen Politur verringert werden kann. Zusätzlich sollte der Wagen einmal gründlich gewaschen werden, da zurückbleibende Schmutzreste den Lack wie Schmirgelpapier beschädigen können. Nach dem Waschgang solltet ihr überprüfen, ob euer Fahrzeug noch raue oder glanzlose Stellen aufweist. Falls dies der Fall ist, solltet ihr die Stellen noch einmal mit einem Lackreiniger nachbearbeiten. Beachtet auch, dass ihr euern Wagen unter Umständen nicht zu Hause waschen dürft und eventuell eine saftige Strafe zahlen müsst, wenn ihr erwischt werdet. Deswegen ist es ratsamer, mit eurem Auto einmal durch die Waschstraße zu fahren.

Beim Polieren solltet ihr keine Ringe oder sonstige Schmuckgegenstände an den Händen tragen, da diese ansonsten den Lack zerkratzen könnten. Befinden sich nach der Politur immer noch matte Stellen im Lack, so könnt ihr diese mit Hilfe einer speziellen Schleifpolierpaste beseitigen. Ebenfalls lassen sich auf diese Art und Weise kleinere Kratzer im Lack wegpolieren. Die Prozedur nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch und ihr müsst auch ordentlich schrubben, aber am Ende kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Falls sich an eurem Wagen nicht-lackierte Plastikteile wie z.B. Stoßstangen, Zierleisten oder Radauffassungen befinden, solltet ihr diese ebenfalls behandeln, da sie mit der Zeit matt und grau werden können. Auch hier solltet ihr die Kunststoffteile vorher mit einem Reiniger säubern und danach mit einem Kunststoffpfleger polieren.

Die Wahl des richtigen Utensils

Natürlich könnt ihr die Politur mit einem gewöhnlichen Lappen aus dem Supermarkt durchführen. Besser ist es aber, wenn ihr dafür spezielle Polierschwämme, Schaumstoffpads und Mikrofasertücher benutzt. Polierwatte zu benutzen ist nur dann ratsam, wenn ihr bereits Erfahrung damit besitzt.

Welche Poliermittel gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Poliermitteln für jeweils unterschiedliche Zwecke. Dabei solltet ihr euch nicht allein vom Preis und der Produktbeschreibung auf dem Etikett leiten lassen, denn nicht immer ist das teuerste auch das beste Produkt. Vorzugsweise erkundigt ihr euch vor dem Einkauf bei einem aktuellen Testmagazin. Das empfohlene Poliermittel für euern Wagen hängt dabei von seinem Alter und Zustand ab. Wagen, die gerade eine Grundreinigung hinter sich haben oder Neuwagen, brauchen nur eine gewöhnliche Hartwachspolitur. Ältere Wagen benötigen Poliermittel mit einem mittleren oder geringen Schleifanteil. Um euch die Auswahl zu erleichtern, bieten viele Hersteller Kombiprodukte an. Diese erledigen gleich mehrere Schritte auf einmal. Sie reinigen, polieren und versiegeln den Lack eures Wagens. Es gibt auch einige Poliermittel, die darauf ausgelegt sind, deutliche Schrammen zu kaschieren.

So wendet man die richtige Poliertechnik an

Im Grunde genommen gibt es nur eine einzige Technik, die empfohlen wird. Bevor ihr aber mit dem Polieren anfangt, solltet ihr Plastikteile und Fensterscheiben abkleben. Diese können unter Umständen durch das Poliermittel angegriffen werden. Gebt zuerst einen Klecks des Poliermittels auf euern Wagen. Am besten fangt ihr auf der Motorhaube oder dem Dach an. Verteilt den Klecks mit einem neuen Lappen. Achtet darauf, dass eine gleichmäßige milchige Schicht entsteht, die nicht zu dick sein sollte. Diese lasst ihr antrocknen. Danach nehmt ihr ein Poliertuch und wischt behutsam mit kreisenden Bewegungen und mit Druck über den Lack, bis das Poliertuch schmutzig ist. Danach nehmt ihr ein neues und macht weiter, bis auch dieses schmutzig wird. Das wiederholt ihr so lange, bis ihr euer gesamtes Auto damit eingerieben habt. Falls ihr Polierrückstände entdeckt, solltet ihr diese mit einem Tuch vorsichtig abwischen.

Benutzt ihr eine Poliermaschine, dann solltet ihr ebenfalls mit kreisenden Bewegungen über den Lack wischen. Achtet darauf, mit der Maschine nicht zu lange an einer Stelle zu polieren, da andernfalls die Gefahr des „Durchpolierens“ besteht. Ihr solltet dabei nicht vergessen, nur leicht mit der Maschine aufzudrücken und immer dafür zu sorgen, dass der Polierschwamm des Geräts feucht und mit genügend Poliermittel versorgt ist. Im Gegensatz zur Handpolitur solltet ihr bei der mechanischen Variante einmal nachpolieren, also ein zweites Mal die Politur mit der Maschine durchführen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

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