Karosserie

Die Karosserie (aus dem Französischen „Carrosse“, auf Deutsch „Kutsche“) bezeichnet den Aufbau eines Kraftfahrzeugs. Sie gehört klassischerweise neben dem Gestell und dem Antrieb zu einer der drei elementaren Komponenten eines Kfz. Die Karosserie hat vordergründig die Funktion, Fahrzeuginsassen sowie zu transportierende Gegenstände im Fahrzeuginneren Schutz zu bieten.

Optik und Schutz – was eine Karosserie leisten muss

Durch die bereits erwähnte Schutzfunktion, die die Karosserie als elementare Fahrzeugkomponente einnimmt, muss diese zahlreichen technischen Anforderungen und Vorschriften genügen. Als „äußere Haut“ des Fahrzeugs muss die Karosserie stets so konstruiert sein, dass sie vor allem während der Fahrt allen entgegenwirkenden Kräften problemlos standhalten kann. Von der Form der Karosserie hängt ebenso der zur Verfügung stehende Raum für das Fahrzeuginnere entscheidend ab.

Darüber hinaus ergeben sich für die Karosserie aber auch optische Aspekte, die sie erfüllen muss. Als auffälligstes Außenmerkmal, stellt die Konzeption der Karosserie den wichtigsten Faktor im Fahrzeugdesign dar.

Selbsttragende Karosserien

Karosserien wurden als Aufbau in früheren Fahrzeugmodellen für gewöhnlich auf das Fahrzeuggestell montiert. Heutzutage sind die Karosserien aber vorwiegend selbsttragend. Das heißt, die Karosserien bilden mit dem Gestell eine Einheit und bilden damit selbst den Fahrzeugrahmen. Der Vorteil dieser modernen Konstruktionsweise ist das verringerte Gewicht des Wagens durch den Wegfall der extra Rahmen. Dazu erlauben die selbsttragenden Karosserien eine effektivere und freiere Raumnutzungsmöglichkeit im Fahrzeuginneren und sorgen außerdem für eine erhöhte Aufprallsicherheit des Fahrzeugs.

Auch das Material der Karosserien hat einen Wandel durchgemacht. Bis in die 1980er Jahre bestand der Fahrzeugaufbau praktisch gänzlich aus Stahl. Heute wird stattdessen zum Großteil auf leichtere Stoffe wie Aluminium, Kunststoff oder Magnesium gesetzt.