Volvo 760/740: Die Quadratur des Quaders

Bei seiner Präsentation war der Volvo 760/740 von eher spröder Natur, mittlerweile überstrahlt seine Herzenswärme den kantigen Auftritt, und die Wärme der Sitzheizung strahlt mit. Ein Rückblick auf das (fast) ewige Leben eines unverwüstlichen Charakterdarstellers.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 06.08.2016

Unharmonisch am Design des 7er-Volvo waren alleine die Räder, denn sie waren rund. Der Rest des Autos war mit einer Vehemenz geradlinig, die das Autodesign kaum noch gesehen hatte, dabei war in den frühen 80ern das Geradlinige schon wieder ein bisserl weichgezeichnet. Beispielsweise durch den Audi 100, der sich soeben zum cw-Weltmeister ausrufen ließ, während Volvo wenig mit Emotionen quirlte und dem neuen Siebener einen sachlichen Slogan zur Seite stellte: „Sicher, robust, langlebig.“ Da tummelten sich im Prospekt auch weniger die spärlich bekleideten, jungen Damen, sondern die Werbung übernahm beispielsweise ein weißhaariger Herr, über dem der neue Volvo lediglich an der B-Säule befestigt hing. Es warb auch ein Stapel mit sieben Volvos übereinander, und die Karosserie des untersten hielt, wie eine Karosserie nur halten kann. Zwar dachte schon in den frühen 80er Jahren niemand dran, das Parkplatzproblem vertikal zu lösen, aber die Sicherheit bei Überschlägen oder einstürzenden Straßenzügen durfte als abgehakt gelten. Es war auch noch die Zeit des Kalten Krieges und der roten Knöpfe, auf die lieber nicht gedrückt werden sollte, aber eine andere Verbindung des neuen Volvo in die USA war deutlich trittfester.

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