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Das schnellste Raubtier an Land: Ford F-150 Raptor

Ford spielt weiter groß auf. Nach dem stärksten Serien-Mustang aller Zeiten und dem neuen Ford GT zeigen uns die Amis das Gelände-Überfahrzeug, den Ford F-150 Raptor.

15.01.2015 radical mag

Ein Auto wie eine Wand. Der Kühlergrill thront aufrecht in Schulterhöhe, daneben böse LED-Leuchten. Gigantische Luftauslässe sowie Einlässe, eh klar. Das Ganze in satiniertem Schwarz. Martialisch. Ein anderes Wort fällt zum Raptor nicht ein.

Ford F-150 Raptor, Raubtier auf vier Rädern

Muss es auch nicht, denn der mächtige Pickup ist genau das: ein Geländemonster. Was der GT in Le Mans und der Shelby GT350R am Trackday kann, das kann der Raptor überall. Dort etwa, wo du dir mit dem Mountainbike sofort einen Platten holst, zu Fuß nach keinen fünf Meter die Haxen brichst. Nur, dass er da mit 160 km/h drüber bügelt._Ford-F150-Raptor-(8)

Gewichtreduktion

Er hat dafür einen komplett neuen Rahmen bekommen. Stärkster, hochfester Stahl und reichlich Wandstärke. Darauf baut die neue Alukarosse auf – gut 250kg spart das leichte Häuschen übrigens ein – und unten hängen neue FOX Racing Dämpfer. Sie messen nun 3 Zoll im Durchmesser und sorgen dank einer verbesserten Bypass-Technologie dafür, dass der Raptor auch bei gröbster Nutzung nicht durchschlägt. Die mehr als 300mm Federweg helfen da im Übrigen auch bestens.

Hochleistungssport für die Finger: Schaltpaddles

Der Allradantrieb ist ebenso verfeinert. Er verteilt seine Kraft variabel und wird von diversen elektronisch gesteuerten Geländemodi. Auf Wunsch kann man sogar noch ein Torsen-Diff für die Vorderachse ordern, falls man denn gerne noch massiver im Matsch wühlen möchte. Im Getriebe wühlen darf man übrigens auch: erstmals gibt es Schaltpaddles im Raptor – nur: deren Benutzung dürfte bei 10 (!) Vorwärtsgängen doch recht anstrengend sein._Ford-F150-Raptor-(7)

Klare Ansage aus Detroit

Aber: der neue Rekord bei den Übersetzungen ist auch der Effizienz geschuldet. Deshalb ist auch der Motor ein neuer. Nix mehr mit 6.2 Liter V8-Gussklumpen, stattdessen EcoBoost. Ein Statement, dessen Gewicht man in Europa kaum fassen kann. Nicht nur dem GT, nein auch dem F150 Raptor schrauben sie den 3.5 Liter Doppelturbo ins Rückgrat. Es zeigt wie entschlossen man in Detroit ist. Und vor allem: weil es in dieser Konsequenz geschieht, wird auch der letzte Ami wachgeschüttelt. Seht her und gebt Ruhe, das Ding funktioniert. Besser als alles zuvor. So ungefähr muss man die Marschrichtung verstehen.

Mehr als 411 PS erwartet

Leistungsdaten gibt es noch keine, außer dass es mehr als die 411 PS des Vorgängers werden. Angesichts der 600PS, die das Triebwerk im GT leistet, sollte sich eine haltbare und doch kraftvolle Offroad-Variante locker ausgehen.

Das einzige Problem am Raptor

Er wird nicht zu uns kommen. Was schade ist. Sehr schade.

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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