CC0 / Pexels

AK-Preisvergleich: 200 Prozent Differenz bei Mietautos

Bei der Buchung eines Mietwagens für den Urlaub zahlt sich ein gründlicher Preisvergleich aus, wie eine aktuelle Untersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 17.07.2019

Wer sich für den Urlaub ein Mietauto nimmt, sollte sich vor der Buchung unbedingt die Zeit für einen gründlichen Preisvergleich nehmen. Das hat eine aktuelle Untersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich wieder eindrucksvoll bestätigt: Beim Test von sechs Mietwagen-Anbietern für 22 beliebte Urlaubsziele wurden Preisunterschiede von bis zu 200 Prozent festgestellt.

Alle Punkte, die man für einen sorgenfreien Urlaub mit Mietwagen beachten muss, beleuchten wir in diesem Artikel im Detail.

Vorsicht beim Selbstbehalt bei der Versicherung

Besonders aufmerksam sollte man beim Selbstbehalt bei der Versicherung sein, so die AK. Dieser liege bei den Angeboten zwischen Null und 2.026,20 Euro, die der Mieter im Falle eines Versicherungsschadens begleichen muss. Bei den Firmen AVIS, Europcar, Hertz und Sixt kann der Selbstbehalt unter Aufzahlung ausgeschlossen werden. Das beeinflusst natürlich den Preis. Wobei Angebote mit hohem Selbstbehalt nicht automatisch sehr günstig sein müssen.

Die AK rechnet das am Beispiel Mallorca vor: Dort kostete der günstigste Mietwagen bei Budget 108 Euro mit einem Selbstbehalt von 1.950 Euro und 105 Euro zusätzlich für ein Navi. Beim teuersten Anbieter kommt das Auto auf 328,97 Euro – also gut dreimal so viel -, trotz eines Selbstbehalts von 1.040 Euro und zusätzlichen 83,49 Euro für das Navi. Ein Angebot ohne Selbstbehalt bietet dagegen Sunny Cars um 233 Euro plus 59,29 Euro für das Navi. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem raten die Konsumentenschützer zu einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt.

Mietvertrag genau prüfen

Auf jeden Fall sollte man den Mietvertrag genau durchlesen und kontrollieren, ob alle wichtigen Regelungen enthalten sind, vor allem Versicherungsschutz (Haftpflicht mit ausreichender Versicherungssumme: In Österreich beträgt die gesetzliche Mindestversicherungssumme 7,6 Millionen Euro. Vollkasko- und Diebstahlversicherung: am besten ohne Selbstbehalt), Tankregelung, zusätzlicher Fahrer, Mindestalter der Fahrer, Verhalten im Schadensfall.

Achtung bei Zusatzbuchungen vor Ort

Die AK warnt davor, sich an Ort und Stelle unnötige Zusatzversicherungen aufschwatzen zu lassen oder sich doppelt zur Kasse bitten zu lassen. Eine ausgiebige Besichtigung des Autos und Foto-Dokumentation bei Übernahme und Rückgabe seien obligatorisch. Man solle alle bestehenden Schäden vom Vermieter festhalten lassen. Ist bei der Rückgabe niemand anwesend, empfehlen sich wiederum Beweisfotos.

Im Rahmen der Untersuchung haben die Konsumentenschützer der AK die Preise für Urlaubsziele auf den griechischen Inseln, in Spanien, Sardinien, Sizilien, Portugal, Kroatien, Irland und Großbritannien in der ersten Augustwoche 2019 im Internet verglichen. Sie suchten nach der günstigsten Autokategorie inklusive aller Steuern, unlimitierter Kilometer, Vollkasko- und Diebstahlversicherung sowie der Möglichkeit, ein Navigationssystem dazuzumieten.


Voriger
Nächster