Wie man mit Drehmoment, Drehzahl und Leistung Motoren vergleicht

Diese drei Kennwerte liefern das harte Zahlenmaterial für den Vergleich von Motoren untereinander.

12.01.2018 Online Redaktion

Das Drehmoment ist das rotatorische Äquivalent zur Kraft. Eine Kraft beschleunigt Dinge entlang einer geraden Linie, Drehmoment versetzt sie in Drehung. Es wird in Newtonmetern angegeben und schon die Einheit macht deutlich, dass Drehmoment das Produkt aus einer Kraft (angegeben in Newton) und ihrem Normalabstand (in Metern) zur Drehachse ist. Eine Kraft von 50 Newton wirkend auf einen zwei Meter langen Hebel erzeugt somit ein Drehmoment von 100 Nm. Gleiches gilt für eine 100 Newton große Kraft an einem Hebel von einem Meter Länge. You get the idea.

Drehmoment

Ein Motor, egal ob Verbrenner oder E-Maschine, stellt nun an seinem Abtrieb ein Drehmoment bereit. Allerdings ist die Höhe dieses Drehmomentes immer mehr oder weniger stark von der Drehzahl abhängig. Aus diesem Grund wird mit dem maximalen Drehmoment meist die Drehzahl, bei der es auftritt, angegeben.

Leistung

Leistung ist das Produkt aus Kraft und der Geschwindigkeit, mit der diese Kraft wirkt. Geht man beispielsweise von einer Last mit einer gewissen Gewichtskraft aus, so ist die erforderliche Leistung für schnelles Heben der Last größer als für langsames.

© Bild: Alessandro Holler

Bei der sich drehenden Abtriebswelle eines Motors ergibt sich die zu einer gewissen Drehzahl anliegende Leistung durch Multiplikation dieser Drehzahl mit dem zu dieser Drehzahl anliegenden Drehmoment.

Drehmoment × Drehzahl = Leistung

Die in den üblichen Leistungsdiagrammen angegebenen Einheiten passen allerdings nicht wirklich zueinander. Damit man auch wirklich auf Kilowatt kommt, muss das Produkt aus der Drehzahl in Umdrehungen pro Minute und dem Drehmoment in Newtonmetern noch durch den Faktor 9550 geteilt werden.

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