Ganzjahresreifen vs. Winterreifen: Praxistest auf Eis

Dieser Test am Eishockeyfeld zeigt, warum Ganzjahresreifen kein adäquater Ersatz für Winterreifen sind.

20.11.2018 Online Redaktion

Von 1. November bis 15. April gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht – das bedeutet, Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen nur mit Winterreifen unterwegs sein dürfen. Eine Alternative zum halbjährlichen Reifenumstecken stellen insbesondere für Wenigfahrer so genannte Ganzjahresreifen dar. Diese dürfen nicht nur im Sommer, sondern auch als Winterreifen genutzt werden, sofern sie die Aufschrift “M+S“, “M.S.” oder “M&S” (für “Matsch & Schnee”) tragen.

Ganzjahresreifen vs. Winterreifen: Praxistest auf Eis

Experten raten trotzdem von der Verwendung von Ganzjahresreifen ab – wie beispielsweise der aktuelle Test des ÖAMTC zeigt, kann keines der getesteten Modelle sowohl mit Sommer- als auch mit Winterreifen mithalten. Der amerikanische Reifenhändler Tire Rack machte die Probe aufs Exempel – inklusive Videobeweis – und schickte zwei Toyota mit identischer Ausstattung und Allradantrieb auf ein Eishockey-Feld, um eine Reihe von Tests durchzuführen. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Autos: Einer der Toyotas fährt mit Winterreifen, der andere mit Ganzjahresreifen.

Gravierende Unterschiede

Getestet wurden die Beschleunigung, das Bremsverhalten sowie das Handling bei Kurvenfahrten. Wie zu erwarten war, unterscheidet sich die Performance des Toyotas mit Winterreifen sehr deutlich von jener seines Zwillings, der mit Ganzjahresreifen ausgestattet ist. Selbstverständlich gibt es auch zwischen den einzelnen verfügbaren Modellen mitunter deutliche Unterschiede – trotzdem ist es nicht empfehlenswert, sich bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen auf Ganzjahresreifen zu verlassen, wie beispielsweise auch der ÖAMTC betont.

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