Toyota RAV 4 Autoreifen und Felgen.
Oft unterschätzt, aber im Letzten unser einziger Kontakt zur Straße: Autoreifen.
 

8 Tipps zum richtigen Umgang mit Autoreifen

Die Reifen halten den Kontakt zur Straße und sind damit ausschlaggebend für Sicherheit und Fahrspaß. Wir geben euch Tipps für den Umgang mit Autoreifen.

21.09.2016 Online Redaktion

Egal wie groß das Auto ist, vom Chevy Spark bis zum 2-Tonnen-Cayenne: Den Kontakt zur Straße halten vier Handflächen Gummi. Die Reifen sind ausschlaggebend für das Fahrverhalten, für Sicherheit und Fahrspaß. Deshalb ist es nicht falsch, ihnen hin und wieder etwas Aufmerksamkeit zu spenden. Wir geben euch hier ein 8 Tipps für den artgerechten Umgang mit Autoreifen.

8 Tipps zum richtigen Umgang mit Autoreifen

Vor dem Start

1. Achsgeometrie einstellen

Um einen ungleichmäßigen Verschleiß der Reifen zu verhindern, muss die Achsgeometrie (Spur und Sturz) in der Werkstatt korrekt eingestellt sein. Bei Neuwagen ist das naturgemäß weniger ein Thema als bei Gebrauchtwägen, die schon einen Unfall hinter sich haben.

2. Reifen richtig wuchten

Auch gehören Reifen richtig gewuchtet, damit ein runder Lauf gewährleistet ist. Schlecht ausgewuchtete Räder spürt man am zitternden Lenkrad. Reifen, Radlager und Radaufhängung verschleißen dadurch vorzeitig.

Unterwegs: Luftdruck, Stickstoff, Bordsteinkanten

3. Der optimale Reifendruck

Der Reifendruck ist wichtig für die optimale Haftung des Rades. Ist er zu hoch, hat der Pneu weniger Auflagefläche. Das bringt zwar weniger Rollwiderstand und damit weniger Verbrauch, aber Bremsweg und Fahrstabilität verschlechtern sich. Außerdem nützt sich die Mitte der Lauffläche überproportional ab. Ist der Reifendruck zu niedrig, läuft der Reifen auf den Schultern und verschleißt dort vorzeitig. Der Rollwiderstand steigt, es kommt zu Hitzeentwicklung und die Lebensdauer nimmt radikal ab.

4. Befüllung mit Stickstoff?

Immer wieder hört man von Stickstoff als Wundermittel zur Reifenbefüllung. Das mag für Flugzeugräder oder Formel 1-Autos wichtig sein, aber für einen normalen Pkw kann man das getrost vergessen. Reiner Stickstoff entweicht langsamer aus dem Reifen als normale Luft, allerdings beträgt der Unterschied 1 Hundertstel bar nach mehreren Monaten. Das rechtfertigt nicht die teure Befüllung beim Spezialisten.

5. Sichtkontrolle des Reifens

Wichtiger ist die regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks, alle zwei bis vier Wochen darf es schon sein. Den richtigen Reifendruck vermerken die Hersteller üblicherweise im Tankdeckel oder auf der Fahrertürsäule. Bei dieser Gelegenheit kann man auch eine Sichtkontrolle des ganzen Reifens durchführen: Ist das Profil ausreichend (siehe unten), gibt es Risse oder Beulen? Bei diesem Check sollte man auch das Reserverad nicht ganz außer Acht lassen.

6. Drifts, Kanten und Schlaglöcher

Unterwegs ist natürlich zu beachten, dass Drifts und Kavalierstarts an der Lebensdauer eines Reifens nagen. Forsch überfahrene Kanten und Schlaglöcher sorgen für Quetschungen der Karkassefäden, und wer gerne auf Randsteinen parkt, braucht sich nicht über erhöhten Verschleiß wundern.

Am Ziel: Lebensdauer und Lagerung von Reifen.

7. Wann sollte der Reifen ausgetauscht werden?

Hitze, Frost und Straßendreck fahren natürlich nicht spurlos an einem Reifen vorbei. Spätestens nach sechs Jahren gehört der Pneu ausgetauscht, die Gummimischung hat ihre Lebensdauer abgeschlossen. Der Reifen sollte aber schon früher zur Entsorgung geschickt werden, wenn das Profil nicht mehr ausreicht. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter Profiltiefe für Sommerreifen, solange sollte man aber um des eigenen Lebens Willen nicht fahren. Auch bei Sommerreifen kann man sich an das gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofil für Winterreifen halten: Vier Millimeter. Daher rührt auch die gängige Faustregel „4x4x4“: Vier Reifen sollst du dabei haben, maximal vier Jahre alt, mindestens vier Millimeter Profil.

8. Die Reifen richtig lagern

Halten die Räder noch eine Saison, kann man sich auf die Suche nach einem geeigneten Lagerraum machen: kühl und trocken sollte er sein und möglichst weit entfernt von Ölen, Benzin oder anderen Fetten, die den Gummi angreifen könnten. Kompletträder lagert man am Reifenbaum (für die ganz Vornehmen) oder liegend übereinander (für den Normalverbraucher). Bei letzterer Variante darf der Druck um bis zu 0,5 bar erhöht werden, damit die Seitenwände weniger aufeinanderdrücken. Reifen ohne Felgen lagert man am besten senkrecht stehend, ab und an sollte man sie ein Stück weiterdrehen, damit sie sich nicht an einer Stelle abstehen. Wer die Reifen ohnehin von der Werkstatt wechseln lässt, kann sie dort meist auch gegen eine Gebühr einlagern lassen.

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