
Q8 in Krass, mag man das? Klar doch! Man muss nur das bessere Ich abstreifen. Mit dem schlechteren Ich kommt man ohnehin weiter (und ist früher dort).
Überblick
Beeindruckende Dimensionen: Der RS Q8 in seiner ganzen Pracht
Schon die Räder. Serienmäßig 22 Zoll, am Testwagen aber deren 23, groß wie die Wagenräder, die man vor burgenländischen Weinschenken angelehnt sieht. Hier aber noch viel bombastischer in ihrer Breite und mit den gewaltigen Bremsen, 370 mm hinten, 420 vorne, und man meint, für jedes Rad einen Gabelstapler zu brauchen beim Reifenwechsel.
Braucht man nicht, weil Leichtbau, aber man erkennt doch die Idee: alles vom Äußersten. 600 PS, 2400 Kilo, 3500 Kilo Anhängelast, über 200.000 Euro. Die Farbe Sakhirgold kostet alleine fast 3.000 Euro, ist aber dringend zu empfehlen, weil sie erstens vornehm ist und zweitens dem RS Q8 das Beängstigende nimmt, das er im sonst üblichen Schwarz ausstrahlt wie eine Erstschlagdrohung. In dieser von Banausen Beige mit goldenen Punkterln genannten Farbe wirkt das Auto geradezu friedfertig.
Das ist auch deswegen gut, weil es den Feind im Unklaren lässt vor dem Zugriff mit 3,8 Sekunden von null auf hundert. Er beißt mit der Kieferkraft eines Mastiffs.