
Jeder ist sich selbst der Schnellste. Vor allem, wenn er in einem Auto mit fast 1000 PS sitzt.
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Die Grenzen der elektrischen Leistungsspirale
Die Elektromobilität ist ein vielschneidiges Schwert, und eine dieser Schneiden ist die Leistung. Scheinbar problemlos überbieten die Hersteller einander in dieser Disziplin, was zur Folge hat, dass das alles, auf reine Zahlen herabgekommen, längst langweilig geworden ist. Wie bei einem Milliardär, der sich einen Rolls-Royce kaufen kann, aber auch 20, alles egal, und wenn er das endlich begriffen hat, kann er sich vor lauter Überdruss nur noch auf den nächsten Baum hängen. So weit sind wir noch nicht. Im Besonderen wäre hier gleich der auch in zahlreichen Leserzuschriften geäußerten Ansicht entgegenzutreten, viele PS wären schon alles, was die E-Autos zusammenbringen. Abstrahiert man das Verbrennergeräusch und das Missverständnis, dass E-Autos keine Seele hätten, Verbrenner aber schon (wo genau und wie genau ist die denn?), dann bleibt über: ein Auto, genau wie immer.