Natürlich kann man es bedenklich finden, den Oldschool-Stern am Bug aus der Fahrerperspektive als edel und erhaben zu empfinden (Alterserscheinung!), als Ausgleich kann man sich aber mit dem Lautstärken-Touchslider am Lenkrad anfreunden: Das, was bei VW auf zehn Zentimetern leidlich funktioniert, ist hier auf zwei Zentimeter zusammengekürzt, klappt aber auch mit Fingern von durchschnittlicher Grazie hervorragend.
So schafft die S-Klasse in zwei Details eine ausgezeichnete Balance zwischen den Generationen. Sie holt die Late Adopters an der einen Hand ab, würde mit der anderen aber jederzeit unterschreiben, kein Auto für die jungen Menschen mit dem pressfrischen Führerschein sein zu wollen. Sollten diese allerdings sehr reich ins Autofahralter schreiten, dann zeigt ihnen Mercedes gerne den EQS, nicht nur vom Namen her die Luxuslimousine fürs Elektro(nik)zeitalter.