Der Fensterheber wuchtet die Scheibe in den Rahmen, als könnte man damit Holz spalten; die Start-Stopp-Automatik wirft den Motor an, als würde er sich mit einem Ruck aus der Gewalt seiner Entführer befreien; die Federung reibt Bodenunebenheiten trocken ab, statt sie wegzuschmeicheln; der Motorklang hat die Nacht durchgemacht, sofern man vorher die Sporttaste am Lenkrad gedrückt hat; die Fake-Auspuffrohre am Heck sind feist wie Ravioli-Konservendosen. Immerhin die Sitze bieten einen Hauch von Komfort (und natürlich ordentlichen Seitenhalt), und das Doppelkupplungsgetriebe hat eine Ausbildung in der Butlerakademie absolviert. Genau genommen beim Gangwechseln – beim Losfahren hingegen wirft es den ersten Gang ein, als spränge er aus dem ersten Stock an die Kupplung.
Hyundai Kona N: Haupt- und Nebenrolle
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Dieser Hyundai Kona fährt wie kein Kona vor ihm, malt 280 PS auf den Asphalt und hat ein Kürzel, das mehr an Mathematikunterricht denn ans Herbrennen überraschter Autofahrer erinnert.