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Walter geht

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Susanne Hofbauer wollte mit Walter Röhrl zur Abwechslung einmal nicht Auto fahren: Ein Geburtstagsgespräch auf Schiern, das von empörten Freunden handelt, dem Unpassenden an der Zahl 2, einem Streit in Afrika und davon, was aus ihm vielleicht geworden wäre, wenn das mit der Rennfahrerei nicht geklappt hätte (ein Ruderer oder Straßenkehrer zum Beispiel).

Der entscheidende Satz fällt hoch über Afrika. Walter sitzt im Flugzeug am Fenster und schaut durch das doppelt verglaste Bullauge auf die karge Landmasse, die 11.000 Meter unter ihm langsam vorüberzieht. Ruhigsitzen, stundenlang, das sei nichts für ihn, sagt er: „Mein Leben ist Bewegung.“

Wir sind auf dem Weg zurück aus Kapstadt, wo Porsche gerade den 911 GTS vorgestellt hat. Walter schaut wieder aus dem Fenster auf das endlose, graubraune Zentralafrika in der Tiefe. Die Ödnis liefert keinen Anhaltspunkt. Kenia muss irgendwo nordöstlich hinter dem Horizont liegen. Dort, sagt Walter, habe er sich das einzige Mal in ihren elf gemeinsamen Jahren mit Christian Geistdörfer gestritten. Geistdörfer wollte unbedingt die Safari Rallye gewinnen, Walter aber fuhr stur, was er Schritttempo nennt (für Normalsterbliche wahrscheinlich immer noch halsbrecherisch), bloß um kein einziges Mal außerplanmäßig stehen bleiben zu müssen: „Von wegen was Besonderes, so ein Scheiß, diese Rallye, ich wollt mit der nix mehr zu tun haben.“

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