Maserati 3500 Spyder: Genie und Schönheit

Mit dem 3500 war Maserati Ende der 50er-Jahre gerettet – wieder einmal, wieder einmal längst nicht für immer. Bevor der Spyder in kleiner Serie gefertigt wurde, gab’s eine noch kleinere Vorserie. Nummer 24 lebt!

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 30.06.2021

Bevor das aus Australien importierte Restaurierungsprojekt, dieser rare Vorserien-Spyder mit der Nummer 24, bereit war für ein drittes Leben, fuhr sein Besitzer zur Fact-Finding-Mission zu Adolfo Orsi. Der heißt nicht zufällig so wie Maseratis damalige Eigentümer, und da reden wir jetzt nicht von einem Auto, sondern von der ganzen Fabrik. Adolfo Orsis gleichnamiger Großvater hatte Maserati 1937 von den Maserati-Brüdern gekauft und gleich seinen Sohn Omar als Chef inthronisiert, was er bis 1968 blieb, eine der raren Phasen geradliniger Kontinuität der so oft gebeutelten Firma. Mit 17 durfte Adolfo Orsi, und da reden wir jetzt wieder vom Enkel, noch den Modellnamen Indy in die Firmengeschichte einflechten, er hat die Liebe zu den klassischen Autos gut in die Gegenwart gepflegt, wird gerne als Juror bei namhaften Concours d’Elegance begrüßt, trägt ein enzyklopädisches Wissen bei sich und fährt einen Spyder, der nur zwei Nummern neben dem Exemplar dieser Geschichte liegt. Also konnte er die Historie dieses Autos um ein paar Details bereichern, zum Beispiel: Dieses Logo wäre bei der Auslieferung noch nicht drauf gewesen. Der Dreizack wurde nämlich auf Wunsch des Erstbesitzers im Werk geändert, gemeinsam mit dem Lenkeinschlag: Der Käufer hatte eine verwinkelte Garage, mit dem serienmäßigen Lenkeinschlag wäre der hinreißende Spyder nur mit onduliertem Blech dort angekommen. Das Blech aber ist intakt, bis heute. Wird wohl auch mit den langen Jahren in Australien zu tun haben, zerlegt in einem Schuppen.

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