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Mercedes AMG: Modelle, Daten, Preise [Übersicht]

Mercedes AMG: Modelle, Daten, Preise [Übersicht]

Flache Flunder mit bis zu 840 PS? Das ist der Mercedes-AMG GT. Aber auch in der biederen A-Klasse oder in den neuen E-Modellen kann man die Mercedes AMG-Power genießen.

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2023

Ein Mercedes AMG ist das, was für BMW der M und für Audi der RS ist: eine Hochleistungsmaschine mit massig Power und Rennsporteigenschaften. Die Mercedes-AMG GmbH in Affalterbach ganz in der Nähe des Stammhauses in Stuttgart baut nicht nur die Performance-Versionen der jeweilig aktuellen Mercedes-Benz Modelle, sondern auch Sonderanfertigungen für jene, die sich das leisten können und wollen.

Aktuelle Testberichte zu Mercedes-AMG-Modellen findet ihr mit unserer Testberichtsuche.

Geschichte der Mercedes-AMG-Modelle

Die Mercedes-AMG GmbH wurde 1967 von Werner Aufrecht und Erhard Melcher gegründet – mit einem klaren Motorsportfokus. 1971 konnte man mit einem AMG Mercedes 300 SEL 6.8 beim 24-Stunden-Rennen in Spa bereits den Klassensieg und zweiten Platz in der Gesamtwertung gewinnen. 1990 wurde ein Kooperationsvertrag mit Mercedes-Benz unterschrieben, um auf Basis der Originalfahrzeuge spezielle Performance-Modelle zu bauen. Das erste gemeinsame Fahrzeugprojekt war der C 36 AMG. Seit 2005 ist die Daimler AG hundertprozentige Eigentümerin der Mercedes-AMG GmbH, welche nicht nur OEM für Gesamtfahrzeuge und Motoren ist, sondern auch Gesamtfahrzeugkonzepte entwickelt.

2004 wurde mit dem SL 65 AMG der damals leistungsstärkste Roadster der Welt vorgestellt. Der V12-Biturbo-Motor leistete 450 kW (612 PS), bei (abgeregelten) 1.000 Nm Drehmoment. Der gleiche Motor kam auch bei der S- und G-Klasse sowie im CL Coupé zum Einsatz. Mit einem V8-Kompressor-Motor hatte der von 2003 bis 2009 produzierte Mercedes-Benz SLR McLaren zwar weniger Zylinder, aber ähnlich viel Kraft (650 PS). Der 2010 vorgestellte Mercedes-Benz SLS AMG mit den berühmten Flügeltüren war das erste eigenentwickelte Fahrzeug der Mercedes-AMG GmbH. Jeder Motor wurde von Hand zusammengebaut. Im Jahr darauf kam die Rennversion SLS AMG GT3. Seit 2013 liefert AMG Motoren auch an Aston Martin.

Mercedes AMG im Motorsport

Dem Motorsport ist Mercedes-AMG immer treu geblieben. In den ersten Jahren setzte man den 300 SEL 6.3 im Tourenwagensport ein. Ab dem Ende der 1980er Jahre reüssierte der Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 in der DTM, wo AMG 1988 den Status eines Werkteams erhielt. 1997 stieg man mit einem CLK GTR in die GT1-Weltmeisterschaft ein, die der in kurzer Zeit entwickelte Rennwagen auch gleich gewann. Er ging danach auch in Serie. AMG-Modelle sind außerdem gern genutzte Hilfsfahrzeuge bei Rennveranstaltungen wie der Formel 1, seit 2012 ist AMG außerdem Teil des Mercedes-Werksteams in der Formel 1 (Mercedes AMG Petronas F1 Team).

Aktuelle Mercedes-AMG-Modelle

Beinahe für jede Mercedes-Benz-Klasse und jede Bauform gibt es heute ein AMG-Modell, sowohl mit Otto- als auch mit Elektro- oder Hybridmotoren. Dieselmotoren werden derzeit nicht verbaut, waren aber schon Teil der Modellpalette. Erkennbar sind die AMGs an der zweistelligen Zahlenkombination, die aber nichts mit dem Hubraum des Motors zu tun hat.

Ein 2.0-Liter-Reihenvierzylinder mit 225 kW (306 PS) wird im A 35, CLA 35, GLB 35, GLA 35, A 45, A 45 S, CLA 45, CLA 45 S, GLA 45 und GLA 45 S verbaut. Den 3.0-Liter-V6 mit 287 kW (390 PS) findet man im C 43 sowie im SLC 43, als Reihensechszylinder auch in den Hybridmodellen GT 43, E 53, CLS 53 und GT 53. Die 2021 und 2022 vorgestellten vollelektrischen Modelle EQE 43, EQE 53, EQS 53 und EQS 53 Dynamic plus verfügt über Elektromotoren mit bis zu 560 kW (761 PS) Leistung.

Die wahren PS-Monster mit einem 4.0-Liter-V8 treiben die Modelle C 63, C 63 S, E 63, E 63 S, S 63, S 63 S, G 63, GLC 63, GLC 63 S, GT 63, GT 63 S sowie GT 63 S E Performance mit bis zu 620 kW (843 PS) an. Der 5.5-Liter-V8 im SL 63 Roadster tritt mit 430 kW (585 PS) an.

Der Mercedes-AMG GT ist nach dem SLS AMG das zweite von AMG eigenentwickelte Fahrzeug, ein Sportwagen-Coupé, das 2014 erstmals vorgestellt wurde. 2016 wurde der Roadster nachgereicht. Seit 2018 gibt es auch eine viertürige Variante. Die V8-Biturbo-Motoren des GT leisten zwischen 340 kW (462 PS) und 537 kW (730 PS) in der Black Series Edition. Nach dem Erscheinen des Black-Series-Sondermodells 2020 lief die Produktion allerdings Ende 2021 aus.

Mercedes AMG steht für massig Power.
Mercedes AMG steht für massig Power. © Bild: autorevue Online

Preise

Die Preise für AMG-Verbrennermodelle liegen bei rund 65.000 – 70.000 Euro für die A-Klasse, CLA-Coupé, GLA, GLB sowie CLA Shooting Brake.

Die Hybridmodelle der C-Klasse starten bei rund 95.000 Euro. Alle weiteren Modelle kosten ab 100.000 Euro, das aktuell teuerste Modell ist der GLS mit einem Startpreis ab 231.250 Euro.

Die vollelektrischen AMG-Modelle starten bei 106.320 Euro für den EQE Limousine, der EQS kostet rund 60.000 Euro mehr. Der EQE SUV ist ab 123.384 Euro zu haben.

Das eigenentwickelte Modell Mercedes-AMG GT gibt es in der Coupé-Version ab etwa 134.000 Euro, die viertürigen Version kostet aktuell 132.531 Euro. In der Black-Series-Edition mit 730 PS kostet das Fahrzeug aber mitunter etwa drei- bis viermal soviel.

Aktuelle Infos und Preise zu den Mercedes-AMG-Modellen findet ihr auf der Herstellerseite.

Häufig gestellte Fragen zur MARKE MODELL

Welche Mercedes-AMG-Modelle gibt es?

Für nahezu jede Mercedes-Benz-Klasse und Bauform wird auch ein AMG-Modell angeboten. Zusätzlich verkauft AMG noch das eigenentwickelte Modell GT in Coupé- und Viertürer-Ausführung.

Wieviel PS hat ein Mercedes AMG?

Die Leistungspalette ist sehr groß und reicht von 225 kW (306 PS) des 2.0-Liter-Motors bis zu 537 kW (730 PS) im AMG GT Black Series. Einige Sondermodelle der AMG GT-Serie weisen sogar bis zu 617 kW (840 PS) auf.

Wo werden die AMG-Modelle gebaut?

Die Motoren werden im Stammwerk in Affalterbach händisch zusammengebaut und in den Mercedes-Werken Sindelfingen und Bremen in die Fahrzeuge verbaut.

Fazit

Wer den gepflegten Auftritt sucht und massiv Power unter der Motorhaube braucht, der sollte die AMG-Modelle von Mercedes-Benz ins Auge fassen – sofern man das nötige Kleingeld dafür hat. Sind die Preise für die A-, C- und G-Klasse noch passabel, kann es beim eigenentwickelten GT Coupé schnell in die Hunderttausende gehen. Dafür bekommt man aber auch Fahrzeuge mit Hochleistungsmaschinen, die sich nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch im Rennsport jahrzehntelang behauptet haben. Für das kleine Rennsportfeeling zwischendurch sozusagen.