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Lamborghini Marzal: Ein halbes Jahrhundert später

1967 eröffnete der Lamborghini Marzal den Grand Prix von Monaco. 51 Jahre später kehrte die nach wie vor futuristisch anmutende Fahrzeugstudie in das Fürstentum zurück.

27.05.2018 Online Redaktion
Der Lamborghini Marzal ist eines der aufregendsten Concept Cars überhaupt. Im Jahr 1967, als der traditionelle Traktorenbauer Lamborghini noch relativ neu im Automobil-Business war, bekam die Carrozzeria Bertone den Auftrag, einen viersitzigen GT zu entwickeln, der die Vorhut für den Espada bilden sollte. Was dabei heraus kam, ist mit vollverglasten Flügeltüren und einer fast gänzlich transparenten Fahrgastzelle, die den Blick auf mit silbernem Leder bezogene Sitze freigeben, auch heute noch futuristisch.
© Bild: Lamborghini
Es ist gut nachvollziehbar, dass Fürst Rainier III. von Monaco beim Anblick des Marzal ganz aus dem Häuschen geriet. Lamborghini hatte die Fahrzeugstudie nach der offiziellen Präsentation beim Genfer Automobilsalon 1967 zum Formel 1-Grand Prix nach Monaco gebracht. Also entschied sich der Fürst, gemeinsam mit seiner Gemahlin, der Fürstin Grazia Patrizia alias Grace Kelly, vor dem Rennstart eine Ehrenrunde im Marzal zu drehen. Die Bilder, die dabei entstanden, sollten dem Unikat zu weltweitem Ruhm verhelfen.
© Bild: Lamborghini
Über ein halbes Jahrhundert später kehrte der Marzal anlässlich des Grand Prix Historique nach Monaco zurück und eröffnete wie damals das Renngeschehen für die Formel 1-Fahrzeuge von 1966-1972. Statt Fürst Rainier III. nahmen Prinz Albert II von Monaco und dessen Neffe Andrea Casiraghi hinter dem Steuer des Einzelstücks Platz.

Auch der Lamborghini Espada, der heuer sein 50. Jubiläum feiert, war in Monaco vertreten. Das Exemplar mit der Fahrgestellnummer #9090 war von Lamborghinis Klassiker-Abteilung Polo Storico in Sant’Agata Bolognese restauriert worden. Der Espada, damals einer der erfolgreichsten Fahrzeuge, war aus der Idee des Marzal entstanden – ein viersitzer GT mit Platz für Gepäck.
© Bild: Lamborghini
Das Exemplar mit der Fahrgestellnummer #9090 war im vergangenen halben Jahrhundert durchgehend im Besitz des Herstellers geblieben und für Entwicklungstests und Zulassungstests für den amerikanischen Markt verwendet worden. Die komplette Restaurierung von Mechanik, Elektrik, Karosserie und Interieur, das im Original erhalten geblieben ist, erfolgte mit originalen Ersatzteilen exakt nach den Angaben Produktionskarte aus dem Archiv des Polo Storico nahm rund zehn Monate in Anspruch.
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