Andreas Riedmann
Ford Kuga: Preise, Varianten, Ausstattung

Ford Kuga: Preise, Varianten, Ausstattung

Hoch mit den Beinen! Der Ford Kuga ist die SUV-Variante des beliebten Ford Focus – und seit neuestem auch umweltfreundlich unterwegs.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 21.08.2023

Wie macht man aus einer beliebten und bewährten Limousine einen trendigen SUV? Ford hat es vorgemacht und 2008 den Focus einfach auf SUV-Höhe gebracht: Der Ford Kuga war geboren. Mit der „One Ford“-Strategie konnten die Preise niedrig gehalten und so eine völlig neuen Zielgruppenschicht angesprochen werden. Die Preisvorteile sind spätestens seit der aktuellen Generation zwar passé, aber mit Voll- und Plug-in-Hybrid-Versionen zeigt Ford, dass man den Umstieg ins elektrische Zeitalter durchaus ernst nimmt.

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Die Baureihen des Ford Kuga

Ford Kuga ’08 (2008 – 2012)

Der 2008 vorgestellte, dem allgemeinen SUV-Zeitgeist entsprechende Kuga basiert auf dem Ford Focus/C-MAX und wurde im saarländischen Ford-Werk Saarlouis gefertigt. Er war wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich, in den Ausstattungsvarianten Trend und Titanium.

Auch die Motoren wurden übernommen: bei Markteinführung stand nur eine 2,0-Liter-Turbodiesel mit 100 kW (136 PS) zur Verfügung, Ende 2008 folgte ein 2,5-Liter-Benziner mit 147 kW (200 PS). 2010 folgte auf den 2,0-Liter-Turbodiesel einer mit zwei Leistungsstufen: 103 kW (140 PS) oder 120 kW (163 PS). Zu Verkaufsbeginn kostete der Kuga ab etwa 27.000 Euro. Der Allradantrieb kostete 2.000 Euro mehr.

Im NCAP-Crashtest erhielt der Kuga fünf der möglichen fünf Sterne, auch dank umfangreicher Sicherheitssysteme wie einem Überschlagspräventionssystem (ARM – Anti Rollover Mitigation). Modelle der ersten Generation zeigen vielfach erhöhten Verschleiß bei Dämpfern und Federn, die Beleuchtung neigt zu Defekten. Radlager, Generatoren, Batterie und Anlasser können ebenfalls zu Problemen führen. Zudem wird von schlechter Verarbeitungsqualität und hohem Ölverlust berichtet.

Ford Kuga ’13 (2012 – 2019)

Nach vier Jahren wurde die zweite Generation des Kuga vorgestellt, die der „One Ford“-Strategie folgte. Damit sollte ein Auto in gleicher Form auf allen Kontinenten gebaut und verkauft werden können („Weltauto“), um Kosten zu sparen. Für den europäischen Markt wurde der Kuga im spanischen Werk Almussafes bei Valencia gebaut.

Vorgestellt wurde erstmals eine mit Fußsensor zu öffnende Heckklappe. 2016 wurde der Kuga einem umfangreichen Facelift unterzogen, mit neuem Front- und Heckdesign und zusätzlicher integrierbarer Assistenzsysteme. Trotz deutlich aufgewerteter Ausstattung und upgedatetem Ford SYNC-Infotainment-System blieb der Startpreis konstant. Dieser lag bei etwa 24.000 Euro und damit unter dem Verkaufspreis der ersten Generation. Die One-Ford-Strategie hatte offenbar Erfolg.

Mit der zweiten Generation wurden auch in Europa die sogenannten „EcoBoost“-Motoren eingeführt. Dabei handelt es sich um Viertakt-Benzinmotoren mit drei oder vier Zylindern (in den USA auch V6), die nach dem Downsizing-Prinzip bei niedrigem Hubraum hohe Leistungen erzielen. Gestartet wurde mit einem 1,6-Liter-EcoBoost mit 110 kW (150 PS) oder 134 kW (182 PS) sowie einem 2,0-Liter-Turbodiesel mit 103 kW (140 PS) oder 120 kW (163 PS). 2014 folgten ein 1,5-Liter-EcoBoost mit 110 kW (150 PS) bzw. 134 kW (182 PS), der den 1,6-Liter-Motor ersetzte. Die Leistung des Turbodiesel wurde angehoben und ein schwächeres Modell mit 88 kW (120 PS) aufgelegt.

Im Crashtest punktete auch die zweite Generation. Auch in der Pannenstatistik fiel die zweite Generation weniger auf als die vorangegangene. Neue Problemstellen waren allerdings die Verteilergetriebe bei Allradmodellen sowie häufig kaputtgehende Scheibenwischermotoren. Entladene Batterien oder defekte Wegfahrsperren können für Panneneinsätze sorgen.

Ford Kuga ’20 (seit 2019)

Seit 2020 steht die dritte Generation des SUV in den Verkaufsläden, die wie der Focus auf der C2-Plattform von Ford basiert. Die Ausstattungsvarianten wurden verbreitert (Titanium, Titanium X, ST-Line X). Erstmals war ein Plug-in-Hybrid mit einer Batterie mit 14,4 kWh Kapazität erhältlich, der zeitweilig das meistverkaufte Plug-in-Hybrid-Modell in Europa war. Damit konnte bis zu 65 km vollelektrisch gefahren werden. Im Herbst 2020 folgte eine Voll-Hybrid-Version.

Aktuell wird der Ford Kuga in nicht weniger als sieben Ausstattungs- und vier Motorvarianten angeboten: der 1,5-Liter-EcoBoost leistet 110 kW (150 PS) und kostet ab 38.850 Euro. Der Voll-Hybrid mit 2,5-Liter-Duratec-Benziner verfügt über 140 kW (190 PS) und kommt mit Frontantrieb auf 43.600 Euro. Wer sich für den Plug-in-Hybrid entscheidet, kann für mindestens 47.650 Euro auf 165 kW (225 PS) zurückgreifen. Für den 2,0-Liter-Dieselmotor mit 88 kW (120 PS) werden 43.300 Euro fällig. Das Topmodell 2,5l Duratec PHEV kostet in der Ausstattungsvariante Vignale ab 53.600 Euro. Damit sind die Preise der aktuellen Generation deutlich teurer als jene der Vorgängergenerationen.

Die aktuelle Generation des Ford Kuga wird seit 2020 verkauft.
Die aktuelle Generation des Ford Kuga wird seit 2020 verkauft. © Bild: Andreas Riedmann

Aktuelle Infos und Preise zum Ford Kuga findet ihr auf der Herstellerseite.

Häufig gestellte Fragen zum Ford Kuga

Ab wann wurde der Ford Kuga gebaut?

Der Ford Kuga wurde 2008 erstmals vorgestellt und wird seither durchgehend gebaut.

Wo wird der aktuelle Ford Kuga gebaut?

Für den europäischen Markt wird der Kuga im spanischen Werk in Almussafes nahe Valencia gefertigt.

Wie groß ist das Kofferraumvolumen des Ford Kuga?

Der Hersteller gibt das Kofferraumvolumen des Kuga mit 435 Litern bei aufgeklappter Rückbank und Gepäckraumabdeckung an, welches durch eine Sitzreihenverschiebung allerdings auf bis zu 553 Liter erhöht werden kann. Beim Plug-in-Hybrid verringern sich die Werte auf 405 bzw. 536 Liter.

Wie hoch ist der Verbrauch des Ford Kuga?

Der kombinierte Durchschnittsverbrauch beträgt beim EcoBoost 6,6 – 7,0 Liter, beim Voll-Hybrid 5,4 – 6,4 Liter und beim Dieselmotor 5,7 – 6,5 Liter. Der Plug-in-Hybrid begnügt sich hingegen mit 1,0 – 1,3 Litern.

Fazit

Mit der SUV-Variante des bewährten Ford-Focus-Modells, dem Ford Kuga, hat der amerikanische Hersteller recht schnell ein zeitgeistiges Modell vorgestellt, für das kaum etwas neu entwickelt werden musste. Dem Weltauto-Prinzip entsprechend konnten die Preise anfangs erstaunlich niedrig gehalten werden. Das hat sich mit Einführung der dritten Generation allerdings deutlich geändert. Heute spielt der Kuga preislich in der Mittelklasse mit, punktet aber mit umweltfreundlichen Hybrid-Antriebstechnologie. Ab 2030 will Ford in Europa nur mehr vollelektrische Antriebsformen anbieten.