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Bugatti La Voiture Noire: Dieses Einzelstück ist der teuerste Neuwagen der Welt

„La Voiture Noire” ist eine Ansammlung von Superlativen”, sagt Bugatti-Präsident Stephan Winkelmann. Mit einem Preis von 11 Millionen Euro ist “Das Schwarze Auto” jedenfalls eines: Der bis dato teuerste Neuwagen der Welt.

06.03.2019 Online Redaktion

“Das höchste Level automotiver Haute Couture, das man erreichen kann” – so beschreibt Bugatti “La Voiture Noire”, “Das Schwarze Auto”. Hinter diesem Namen, den bereits der Type 57 SC Atlantic von Ettore Bugattis Sohn Jean trug, verbirgt sich nichts geringeres als der bis dato teuerste Neuwagen der Welt: Zum schwindelerregenden Preis von 11 Millionen Euro netto wurde das handgefertigte Einzelstück bereits verkauft. Enthüllt wurde “La Voiture Noire” im Rahmen des Genfer Automobil-Salons 2019.

Hommage an den Bugatti Type 57 SC Atlantic

Das bis zum Beginn der Messe geheim gehaltene „La Voiture Noire” ist eine Hommage an den Bugatti Type 57 SC Atlantic. Mit dem Grande Tourisme feiert Bugatti sein 110. Jubiläum mit einem Versprechen: Weniger luxuriös wird es nicht. Passend dazu wurde auch eine Sonderedition des Chiron Sport mit dem bezeichnenden Beinahmen “110 ans Bugatti” vorgestellt, die mit einer “großen” Auflage von 20 Exemplaren und einem “geringen” Preis von “gerade einmal” drei Millionen Euro netto – vergleichsweise, muss hier natürlich immer sehr nachdrücklich hinzugefügt werden – von “La Voiture Noire” ein wenig in den Schatten gestellt wird.

© Bild: Bugatti

Der Chiron Sport “110 ans Bugatti” – auch nicht schlecht, aber eben kein “Voiture Noire”.

“La Voiture Noire” – Reminiszenz an einen modernen Mythos

Mit „La Voiture Noire” wollte die französische Marke darauf hinweisen, dass sie “die edelsten und exklusivsten Hypersportwagen der Welt baut” – und das ist ihr eindrucksvoll gelungen. Sichtcarbon in tiefem Schwarz rechtfertigt den Namen des hochpreisigen Einzelstücks, der abgesehen von der bloßen Farbbezeichnung aber noch eine weitere, weit tiefer gehende Bedeutung hat: Ettore Bugattis Sohn Gianoberto Mario Carlo, genannt Jean, nannte seinen Type 57 SC Atlantic in Tiefschwarz „La Voiture Noire”. Bei dem “Schwarzen Auto” handelte es sich um eines von noch vier hergestellten Exemplaren, und während die anderen drei heute noch die Herzen von Oldtimer-Freunden höher schlagen lassen, ist der Verbleib von Jean Bugattis “Voiture Noire” ungewiss. Das Fahrzeug verschwand kurz vor dem Zweiten Weltkrieg spurlos und wurde bis heute nicht gefunden – mittlerweile ein moderner Mythos, der Potenzial für den vielleicht größten Scheunenfund aller Zeiten birgt?

© Bild: Bugatti

16 Zylinder, sechs Auspuffendrohre

Aber wir schweifen ab – zurück in die Gegenwart und damit zum zweiten “Voiture Noire” in Bugattis Geschichte. Der Wagen sei eine Ansammlung von Superlativen, sagt Stephan Winkelmann – und dazu zählen für den Bugatti-CEO neben dem Preis auch das Design, die Qualität, die verwendeten Materialien und der Antrieb. Der 16-Zylinder-Mittelmotor mit acht Litern Hubraum leistet 1.500 PS sowie ein Drehmoment von 1.600 Newtonmetern. Dass hier etwas überaus Mächtiges am Werke ist, lassen die sechs (!) Auspuffendrohre auf den ersten Blick erahnen.

Die Bugatti-Pressekonferenz beim Genfer Automobilsalon 2019 zum Nachschauen:

Gekampelt und geschneuzt

Die wohl auffälligste designtechnische Hommage an den Type 57 SC Atlantic ist der “Kamm”, der sich über das Dach des Hypercars zieht und sich schließlich in die Linien des perforierten Hecks einfügt. Die Windschutzscheibe verschmilzt scheinbar übergangslos mit den Seitenscheiben, wodurch der Eindruck eines Helmvisiers entsteht. Generell erzeugt “La Voiture Noire” die Illusion, es sei in einem Guss gefertigt worden. Jedes Bauteil von Bugattis “La Voiture Noire” wurde von Hand gefertigt. Die Rückleuchten und die LED-Hauptscheinwerfer sind Einzelanfertigungen, die im Molsheimer Bugatti-Atelier von Hand eingesetzt wurden. Das tiefe Schwarz der Karosserie aus Sichtcarbon wird nur durch eine ultrafeine Kohlefaserstruktur durchbrochen. Die optimale Materialdicke der Leichtmetallräder wurde von einem speziellen Programm errechnet. “Wir haben lange und intensiv an dem Design gearbeitet, bis es wirklich nichts gab, was wir noch verbessern konnten”, sagt Bugatti-Designer Etienne Salomé. “Für uns stellt das Coupé die perfekte Form im perfekten Finish dar.”

© Bild: Bugatti

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