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Autosteuern im EU-Vergleich: Österreich auf Rang 6

Österreicher arbeiten 19 Tage im Jahr für ihre Kfz-Steuer – im EU-Vergleich liegt die Alpenrepublik auf Platz 6

Veröffentlicht am 19.06.2019

Österreicher arbeiten jedes Jahr im Schnitt 18,8 Tage, um ihre Kfz-Steuern zu finanzieren. Das ergab eine Berechnung von Patrick Dornig an der Business School der Fachhochschule Kufstein Tirol aus dem Jahr 2017. Österreicher arbeiten damit im EU-Vergleich ihre Kfz-Steuerbelastung relativ rasch ab, im EU-Schnitt dauert es 26,5 Tage, wobei vor allem in Osteuropa die Steuern im Vergleich zum Einkommen hoch sind.

Hier mit dem Kfz-Steuerrechner die motorbezogene Versicherungssteuer für Kfz und Motorrad berechnen

© Bild: APA / Martin Hirsch
EU-Vergleich: Zahl der Arbeitstage pro Jahr, die nötig sind, um Besteuerung eines Autos zu bezahlen.

Österreich auf Rang 6 im EU-Vergleich

Umgerechnet in Arbeitstage liegt Österreich auf Basis dieser Berechnungen auf Rang sechs unter den 28 EU-Staaten, die Österreicher müssen also weniger lang arbeiten als Menschen in anderen EU-Ländern. In absoluter Belastung sieht die Lage anders aus: Österreicher zahlen demnach jährlich für einen Benziner 2.366 Euro und für ein Dieselfahrzeug 2.080 Euro Steuern – und damit vor allem bei Benzinern mehr als im EU-Schnitt, der bei 2.150 bzw. bei 2.077 Euro liegt. In absoluten Zahlen gerechnet liegt Österreich bei Benzinern wie beim Diesel auf Rang 21 der 28 EU-Staaten. Menschen in Osteuropa arbeiten zwar länger für ihre Steuer, in absoluten Beträgen zahlen sie aber weniger als die Westeuropäer: In Estland sind es 1.365 Euro für Benziner und 1.300 Euro für Diesel-Fahrzeuge.

Benziner meist höher besteuert als Diesel

Mit Ausnahme der Niederlande, Portugal und Dänemarks werde der Benziner höher mit Abgaben belastet als Diesel-Antriebe, im Schnitt beträgt der Aufschlag vier Prozent, heißt es in der Studie.

Studienautor kritisiert mangelnde Transparenz

Dornig hat in seiner Masterarbeit jeweils ein kleines, mittelgroßes und großes Benzin- und Dieselfahrzeug sowie ein Fahrzeug mit Elektroantrieb in den Vergleich einbezogen und die Steuern vom Erwerb über die Nutzung bis zum Verkauf berücksichtigt. Derzeit gebe es 159 verschiedene Steuersätze und Gebührenarten. Es fehle nicht nur an Transparenz, auch die Lenkungseffekte seien zweifelhaft, schließt Dornig daraus. Die Arbeit entstand auf Anregung des Arbeitskreises der Automobilimporteure und wurde im September 2017 veröffentlicht, untersucht wurde ein Zeitraum von vier Jahren. Neuere Berechnungen zu dem Thema liegen aktuell nicht vor.


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