
Der Volkswagen-Konzern befindet sich im Umbruch. Bis 2030 sollen seine Marken fast nur noch Elektroautos verkaufen. Ein Blick auf VW, Škoda und Seat/Cupra zeigt: Die Strategien sind unterschiedlich, und nicht alle dürften ins Ziel kommen.
VW: Vom Volkswagen zur Love Brand
Die Marke Volkswagen hat seit Sommer vergangenen Jahres einen neuen Chef: Thomas Schäfer ist seit 2012 im Konzern, leitete zunächst die Auslandsproduktion, war zwei Jahre lang Chef von Škoda, bevor er CEO von VW wurde. Ein schneller Aufstieg. Nach außen hin fallen vor allem die penetranten Marketingfloskeln auf, die er großzügig an die Medien verteilt: VW soll wieder „Love Brand“ werden, das Design unter dem neuen Designchef Andreas Mindt soll „Stabilität, Sympathie und Begeisterung“ ausstrahlen bzw. erzeugen, so Schäfer in einem aktuellen Interview mit der Automobilwoche.
Es gibt aber auch konkrete Ansagen, vor allem was das „Elektroauto fürs Volk“ betrifft: Der ID.2 soll 2025 auf den Markt kommen und unter 25.000 Euro kosten – freilich unter Berücksichtigung der Inflation. Noch in diesem Jahrzehnt möchte Schäfer auch das Unter-20.000- Euro-Elektroauto hinkriegen, ein allerdings noch recht vages Vorhaben.