Wie reagiert man bei Aquaplaning richtig?

Auf nassen Fahrbahnen kommt es auch im Sommer häufig zu Unfällen. So geratet ihr bei Aquaplaning nicht ins Schleudern!

19.08.2015 Online Redaktion

Der Sommer zeigt sich heuer wieder einmal von seiner extrem wechselhaften Seite. Wie die vergangenen Tage gezeigt haben, kann es das ganze Jahr über zu Unwettern und starkem Regen kommen. Und wenn die Fahrbahn nass ist, kann das zu einem Phänomen führen, das viele Autofahrer nicht mit den Sommermonaten in Verbindung bringen: Dem gefürchteten Aquaplaning.

Was ist Aquaplaning eigentlich?

Das Phänomen kommt zustande, wenn sich auf regennasser Fahrbahn ein Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn schiebt. Die Reifen verlieren ihre Haftung. Damit verliert auch der Fahrer die Kontrolle über sein Auto, da weder Brems- noch Führungskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden können.

Das kann mitunter zu brenzligen Situationen führen. Gerät der Fahrer nicht in Panik und beherzigt einige Tipps, kann das Schlimmste aber oft vermieden werden. Am besten ist es aber natürlich, zu versuchen, Aquaplaning von vornherein zu vermeiden.

Das kann man beispielsweise tun, indem man nicht in den Bereichen der Straße fährt, in denen das Wasser höher steht – beispielsweise in Spurrinnen von Lkws.

Auch die Reifen selbst spielen eine große Rolle

Wer mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, kommt leichter ins Schleudern. Ein gutes Profil kann also auch zur Vermeidung von Aquaplaning beitragen.

Zudem gilt: breitere Reifen sind anfälliger für Aquaplaning als schmale, da das Wasser vor ihnen leichter aufgestaut wird.

Und auch der Reifendruck ist von Bedeutung: Je niedriger der Druck, umso höher die Aquaplaning-Gefahr. Den Reifendruck regelmäßig zu überprüfen ist also auch zur Vermeidung von Aquaplaning wichtig.

Fuß weg vom Gas und auskuppeln

Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen merkt, dass die Kontrolle über das Fahrzeug verloren geht, sollte man sofort den Fuß vom Gas nehmen. Obwohl es verlockend wirkt, ist das Treten der Bremse in dieser Situation nicht immer empfehlenswert, da durch ein Blockieren der Räder die Aquaplaning-Phase verlängert werden kann. Wenn das Auto auf ein Hindernis zugleitet, bleibt natürlich trotzdem nichts anderes übrig: Bei Fahrzeugen mit ABS kann meist ohnehin gefahrlos gebremst werden, bei Autos ohne ABS muss der Fahrer auf die „Stotterbremse“ zurückgreifen.

Außerdem ist es wichtig, hektische Lenkmanöver zu vermeiden und das Lenkrad ruhig in Fahrtrichtung zu halten. Sonst kann das Auto ins Schleudern kommen, wenn es wieder an Bodenhaftung gewinnt.

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