
Zunächst als Brückentechnologie gehypt, dann als das Schlechteste beider Welten verdammt. Und jetzt? Jetzt kommt der Golf als Plug-in.
Ein Schritt nach vorn
Rund zehn Jahres ist’s her, VW brachte dem Golf elektrisch fahren bei, für rund 150 Kilometer. Schon damals kein prickelnder Wert, heute schafft das fast der Plug-in-Hybrid, zumindest in der braven Version mit 204 PS, wie wir ihn zum Testen hatten. Fortschritt auf Vauweisch.
Dass unser Exemplar Style hatte, liegt daran, dass diese konkrete Motorisierung zu dieser konkreten Ausstattungslinie verpflichtet, will man hingegen 272 PS im Hybrid-Verbund, muss man GTE fahren – klare Vorgaben von einer Branche, die sonst so gerne auf das Individualisierungs-Pferd setzt. Zumindest der Einstiegspreis von 45.000 Euro (ohne Navi!) geht mit dem allgemeinen Trend der steigenden Preise d’accord.
Immerhin bekommt man für den gesalzenen Preis den reichweitenstärksten Plug-in-Kompakten: 100 Kilometer sind auch unter suboptimalen Bedingungen locker erreichbar – so weit kommen normal nur große und somit nicht vergleichbare SUV wie Mercedes GLC oder BMW X5. Was jedoch alle gemeinsam haben, ist das stark eingeschränkte Kofferraumvolumen, beim Golf raubt die Technik mehr als 100 Liter Stauraum. Und ein Ladekabel für unterwegs muss auch noch wohin.