
V8 und erstmals trotzdem elektrisch, 1000 Nm, aber null Prozent NoVA, kaum Gegner und keine kämpfenden Passagiere mehr: Der M5 macht in Generation sieben wieder einmal alles richtiger als zuvor.
Überblick
BMW M5: Kraftprotz auf der Autobahn mit unwiderstehlichem Leistungsdrang
Nur mit so Überdrüber-Dingern wie dem M5 rennst du in Leute rein, die sich die Überlegenheit ihrer eigenen Auto-Wahl beweisen wollen, komme, was wolle. Ausgerechnet ein XM war es (nein, nicht die Design-Ikone von Citroën, sondern der dicke Bruder des M5, mit dem er sich die Architektur teilt). Auf der finsteren Allander Autobahn klebte er bereits auf der 80er-Strecke zentimeterknapp hintendran, seine innen beleuchteten Nasenlöcher fast auf den ausnehmend gut konturierten M5-Rücksitzen, bis er ausscherte und Vollgas gab.
Er war der Chef, er kam aus der Gegend, er hatte den Größten. Es wurde also Zeit, den Autotester von früher wieder auszupacken, wenigstens für ein paar Kurven. Floor it, und zwar ganz ohne Herumoptimieren und Einstellen, sondern den M5 einfach so nehmen, wie er gerade ist, im Alltags-Setup mit den meisten Parametern auf Komfort oder sogar Effizienz. Die Tränen, die der Badener in seinem XM dem M5-Heck in den folgenden Kurven nachweinte, werden seither vermischt mit Angstschweiß abgefüllt und im Klostershop vom Stift Heiligenkreuz für wohlfeile 7 Euro die Flasche verkauft, zur Heilung von allerlei Zipperlein.