
Sucht man das einfache Autofahren, findet man reelle Angebote im Volkswagen-Konzern. Wir wählten den Seat Arona, um über einen anschaulichen Zeitraum hinweg die Basics zu studieren. Wir gingen noch weiter und reduzierten unsere Ansprüche auf das Einsteigermodell „Austria Edition“ mit 1,0-Liter-Dreizylinder und 95 PS. In einer frivolen Minute kreuzten wir noch „Fußmatten Textil“ um 74 Euro an. Gesamtpreis Testwagen: 19.105 Euro und ein Cent.
Dass es sich beim Seat Arona um ein kompaktes SUV handelt, befand der Werbeprospekt. Wäre uns so nicht aufgefallen. Dort findet man auch den „heißgeprägten Kühlergrill“ oder die Voll-LED-Scheinwerfer „ECO“. Allerdings findet man keinen Schminkspiegel in der rechten Sonnenblende, was gerne weggelacht wird – solange keine Beifahrerin sich frisch machen möchte. Dann hast du Erklärungsbedarf. Wahrscheinlich ein Gendercar, denkt man, also für die selbstbewussten AutofahrerInnen drinnen. Demnach steckt der Spiegel in der fahrerseitigen Blende und man setzt schon zum siegesgewissen Selfielächeln an. Dieses geht ins Leere. Auch hier nur Weißplastik. Plötzlich fühlt man sich beengt und einsam, man glaubt es nicht, was Spiegel, also deren Abwesenheit, anrichten können. Man beginnt mit Vampiren zu leiden.