Der Junge aus Flundern

Erste Ausfahrt mit dem Dreiviertelmillionen-Auto, das gar nicht erst vorgibt, für jeden verfügbar sein zu wollen (und genau deshalb in Ruhe für unser aller Zukunft üben kann).

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 26.09.2017

Was macht man, wenn man ein Projekt im Geheimen entwickeln will, zumal in einem Nest wie Detroit, wo gefühlte 90 Prozent der Bevölkerung erstens Fans der Red Wings sind und zweitens in der Automobilindustrie und ihren Zulieferern arbeitet? Korrekt: Man verzieht sich in einen Keller, nicht in ein Studio. In einem digitalen, vernetzten Unternehmen mit seinen Zugangskontrollen, Chips und Magnetkarten hilft das aber noch immer wenig. Was hilft: Zurück ins Analoge. Der Kellertrakt, in dem Project Silver und der später daraus resultierende Ford GT der dritten Generation entstanden, wurde mit einem schönen Zylinderschloss versperrt, und nur die Eingeweihten bekamen einen Schlüssel ausgehändigt beim Augenlicht ihrer Mutter. Zugangschips verteilen? Wenn es der Typ der sie programmiert weiß, dann wissen es morgen alle. Der Rest war routinierte Corporate-Geheimdienst-Arbeit: Meetings nach Feierabend, Kliniken am Wochenende. Als der GT 2015 am Autosalon in Detroit stand, traf er die Welt tatsächlich unvorbereitet: Keiner hatte den Braten gerochen, und Spyshots hatte es vorab erst recht keine gegeben.

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