Dreizylinder, damit verband man vor ein paar Jahren noch die Brot-und-Butter-Versionen von Kleinwagen, die, frei saugend, nicht nur die Geräuschkulisse, sondern auch die Kraft einer Nähmaschine entfalteten. Turbo-Aufladung und intensive Entwicklungsarbeit, bei Ford etwa in Form einer variablen Nockenwellensteuerung, lassen die Aggregate jedoch nicht nur immer sparsamer, sondern auch kraftvoller und laufruhiger werden.
Jede rote Ampel lässt uns hochfahren, wenn sie grün wird. Dann glaubt man eine im Eiltempo herannahende Harley hinter sich, die sich erst eine Schrecksekunde später als der dumpf grummelnde Auspuff herausstellt, den die Start-Stop-Automatik ins Leben ruft.
Diese technische Kultivierung hat den Dreizylinder auch in prestigeträchtigere Fahrzeugklassen einziehen lassen, neben gewitzten Kompakt-SUVs auch etwa in Hybrid-Sportler wie den BMW i8. Doch zurück zu Ford und zum Fiesta: Der setzt in der neuen Generation bei den Benzinern ausschließlich auf Dreizylinder, und aus seinen 1,5 Litern Hubraum schöpft der Fiesta ST 200 PS, die man beim Vorgänger nur dem entsprechend benannten Sondermodell gönnte (da als Vierzylinder).