BMW X2: Höherstellen mal Tieferlegen

Vor einem halben Jahrhundert nannte man das streamlined chopped and channeled. Heute ist diese Methode zum probaten Mittel geworden, Autos für die Mitte der Gesellschaft attraktiv zu machen.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 26.02.2018

Die ausgeprägte Charakterfestigkeit von BMW wird mancherorts auch als etwas starrsinnig wahrgenommen. Es ist noch gar nicht so lange her, da war Mercedes in einer ähnlichen Situation. Gefangen in den eigenen Ansprüchen, hat man sich schwer getan, neue Perspektiven zu eröffnen. Doch den Schwaben ist es bereits gelungen, auszubrechen und zum Höhenflug in der Publikumswahrnehmung anzusetzen: smart, dynamisch, zukunftsträchtig, ein Autohersteller, dem auch zugetraut wird, die nachgerade zwingend anstehende gesellschaftliche Transformation des menschlichen Mobilitätsverständnisses maßgeblich mitzugestalten. Die Fakten im Hintergrund (Verkehrskonzepte, Sharingangebote, Elektromobilität) sprechen zwar auch für BMW als dynamisch vorausdenkendes Unternehmen, in den aktuellen Massenprodukten kommt das aber erst bedingt zum Ausdruck. Bei BMW ist so eine Art der Befreiung aus der zähen Viskosität vorangegangener Erfolge noch nicht ganz zu sehen, wenngleich schon vorbereitet und in Ansätzen wahrnehmbar.

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