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Als drei Österreicher in der Formel 1 punkteten: Monza 1984

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3 unter den ersten 6. Der Tag, an dem Österreicher die Könige der Formel 1 waren: Besser als am 9. September 1984 in Monza sollte es aus Motorsport-Sicht nie mehr werden. Erinnerungen an einen italienischen Sommertag in Rot-Weiß-Rot mit Niki Lauda, Jo Gartner und Gerhard Berger.

Laudas Überraschendes Comeback in der Formel 1

Apple zeigt den Macintosh, in der DDR werden Atomraketen stationiert, Ronald Reagan wird US-Präsident, am ersten Wien-Marathon nehmen heiße 700 Läufer teil, und die Olympischen Spiele finden im jugoslawischen Sarajevo (Winter) bzw. in Los Angeles (Sommer) statt. Der neue Nürburgring („GP-Strecke") wird eröffnet, Heinz Kinigadner wird auf seiner KTM erstmals Motocross-Weltmeister der Viertel­liter-Klasse, und in der Rallye-ÖM kämpft Franz Wittmann auf Funkberater-Audi-quattro gegen Sepp Haider (Opel Manta 400) und Gabi Husar (Porsche 911). Doch im Grunde waren alle Augen auf die Formel 1 gerichtet, und zwar auf Niki Lauda, der nur deshalb aus seiner Frühpension zurückgeholt werden konnte, weil ihm Mc­Laren-Teamchef Ron Dennis eine scheinbar unschlagbare und sichere Chassis-Motoren-Kombi anbieten konnte: Carbon-Monocoque mit aerodynamischem Coke-Bottle-Heck von Design-Guru John Barnard, dazu Porsche-Turbo­motoren, solide finanziert durch Petrodollars (TAG). Was interessierte ihn sein Geschwätz von gestern beziehungsweise 1979, als er beim GP in Kanada spektakulär das Ende seiner Lust, im Kreis zu fahren, verlautbart hatte. Im Zuge dessen wird ein Detail gern vergessen: Das letzte Rennen vor Kanada 1979, den (nicht zur WM zählenden) Dino-Ferrari-GP in Imola, hatte er mit seinem Brabham-Alfa noch gewonnen. Umso mehr traf der Rücktritt alle aus heiterem Himmel. Sohn Mathias kann heute über die Gründe für den rapiden Gesinnungswechsel von Sieger zu Aussteiger in weniger als zwei Wochen nur spekulieren: „Da war wohl sein Herz schon ganz bei der Fliegerei. Mein Vater war alles oder nichts. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass er sich in dieser Phase seines Lebens ganz auf die Lauda Air konzentrieren wollte und fürs Rennfahren kein Platz und keine Emotionen mehr blieben."

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