
Ich bin dann mal weg. Sergio Pérez, Dani Ricciardo, selbst Michael Schumacher: Wie es ist, wenn Piloten zu Pannenfahrern mutieren und große Karrieren dort enden, wo ein Rennauto falsch am Platz ist: am Abstellgleis.
Vom Underdog zum Karrierefall: Sergio Pérez' Formel-1-Abstieg
Er war der Underdog, der Liebling der Massen, der Don Quijote aus Guadalajara, der in der Formel 1 mit meist unterlegenem Material von Sauber oder Force India den reicheren Stars in ihren schnelleren Geräten mehr als nur einmal aufopferungsvolle Kämpfe lieferte. Von denen mancher oft an einem für sein Auto als unerreichbar eingestuften Platz endete: am Podium. Sergio Pérez, den die ganze Welt „Checo" nennt, außer ein paar Österreichern, die ihn seit einigen Abenden auf einer Tiroler Alm „Tequila Ferdl" rufen, war die meiste Zeit seiner Karriere zu gut für sein schlechtes Auto. Nun aber, in der letzten Phase seiner Formel-1-Karriere, ist er zu schlecht für seinen guten Rennwagen. Und mit einer allerdings nur nahezu beispiellosen Pleiten-, Pech- und Pannenserie ist Pérez zum Paradebeispiel eines Karriereverfalls geworden und zu einer tragischen Witzfigur der Memes-Industrie, die ihn Wochenende für Wochenende der Lächerlichkeit preisgibt. Etwa wenn die Autoren Christian Horner im Gespräch mit Pérez den folgenden Satz in den Mund legen: „Als ich dir sagte, du sollst wie Verstappen fahren, habe ich natürlich gemeint, wie Max, nicht wie Jos Verstappen!"