Die Anfänge des Hypercars lagen nicht nur in reiner Geschwindigkeit, und nur selten liegen Schock und Ehrfurcht so nah beisammen wie in Pagani Zonda und Koenigsegg CCXR.
- Hypercar-Verantwortung: Analog gegen digital
- Paganis Weg vom Ingenieur zum Hypercar-Pionier
- Pagani Zonda S Roadster: Präzision und Charakter auf der Rennstrecke
- Christian von Koenigsegg: Vom Visionär zum Rekordhalter
- Das große Hypercar-Duell: Pagani Zonda vs. Koenigsegg CCXR auf der Teststrecke
- Daten Koenigsegg CCXR Edition
- Daten Pagani Zonda S Roadster
Hypercar-Verantwortung: Analog gegen digital
"Große Macht bringt große Verantwortung mit sich", sprach Franklin D. Roosevelt einst, und natürlich dachte er dabei nicht an die fast 1400 gemeinsamen PS des Pagani Zonda S Roadster und des Koenigsegg CCXR Edition.Der Vergleich aber passt: Mit ihren manuellen Schaltgetrieben, rudimentären Traktionskontrollsystemen und analogen Instrumenten markierten diese beiden Autos zu Beginn dieses Jahrhunderts nicht nur die Spitze der Hypercars, sondern sie beschäftigten letztmals ihre Fahrer voll und ganz damit, die enorme Leistung ins Straßentaugliche zu zähmen. Seitdem haben immer ausgefeiltere Fahrwerkssoftware, automatisierte Getriebe und hybride oder rein elektrische Antriebsstränge die Hypercars noch schneller und kompetenter gemacht, aber die Sinne dürfen dabei geruhsamer bleiben, schade. Ihre Kompromisslosigkeit aber macht Koenigsegg und Pagani in den richtigen Händen ironischerweise relativ sicher: Sie verlangen ordentlich viel Input, der aber wird von absolutem Respekt an der Hand genommen.Hinter jedem dieser Autos steckt ein einziger Mann, was die Zonda- und CC-Baureihen aus einem ohnehin schon raren Angebot unverschämt leistungsstarker Exoten heraushebt. Mögen die anderen damaligen Hypercars Bugatti Veyron, Ferrari Enzo oder Porsche Carrera GT technisch noch kompetenter gewesen sein (sie ließen sich, beispielsweise, über Paddels schalten), so waren sie das Werk von Teams, die von großen, profitablen Herstellern finanziert wurden. Klingt nach langweilig eingehegtem Wahnsinn, daher müssen sie die berühmte Teststrecke von Dunsfold jetzt diesem italienisch-holländischen Paar alleine überlassen.