Ur-Quettro: Tracktest im E-Rallye-Auto

Das wird die Initialzündung für eine neue Art von Rallyesport, und auch im Alltag werden wir bald wieder vom Motorsport profitieren: Tracktest mit dem vollelektrischen Škoda Fabia RE-X1 von Kreisel.

autorevue Magazin
Zuletzt aktualisiert am 27.09.2021

Es kommt nicht unvorbereitet, erwischt dich aber doch kalt. Raimund Baumschlager hat den rechten Drehschalter am Lenkrad ganz nach rechts gedreht und einen Knopf gedrückt. Was auf diese Prozedur folgt, heißt Rallycross-Start und wird in der World-RX1e-Serie ab 2022, für die Kreisel Electric aus Rainbach im Mühlkreis Batterie und Antrieb entwickelt, Standard sein: 500 kW – das sind satte 680 PS – und 880 Nm Drehmoment warten darauf, die Reifen zerlegen zu dürfen. Je nach Untergrund geht das in deutlich unter zwei Sekunden auf 100 km/h und schiebt dann weiter an wie blöd, weil es ja kein Schalten gibt. Du bleibst einfach am Pedal, bis das Auto von vorn beginnend zu schmelzen anfängt wie ein Meteorit beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Selbst wenn einer schon alles gesehen und erlebt hat beim Schnellfahren wie der 14-fache Rallye-Staatsmeister und mehrfache Geschwindigkeitswelt­rekordler Baumschlager, reißt es ihn noch immer. Er muss unter seinem Helm grinsen wie ein kleiner Bub, und der Beifahrer schluckt bloß trocken. Elektrisches Schnellfahren macht Spaß, wenn es richtig gemacht wird, darüber herrscht nach fünf Sekunden Fabia kein Zweifel mehr. Es dauert, bis sich das Hirn wieder von der Schädelrückwand löst.

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