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Sabine Schmitz, Königin des Nürburgrings

Sabine Schmitz, Königin des Nürburgrings

Diese Videos zeigen exemplarisch, warum Sabine Schmitz immer als “Königin des Nürburgings” in Erinnerung bleiben wird.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 17.03.2021

Dass ihr am Nürburgring niemand das Wasser reichen kann, stellte Sabine Schmitz immer wieder eindrucksvoll unter Beweis. In etwa 30.000 Runden, die die Deutsche nach eigener Schätzung auf der Nordschleife absolvierte, perfektionierte sie ihre Nürburgring-Skills. Mit ihrem Sieg beim 24-Stunden-Rennen im Jahr 1996, den sie 1997 sogar wiederholen sollte, schrieb die damals 27-jährige Motorsportgeschichte – sie war die erste und bis dato einzige Frau, die den Gesamtsieg bei dem prestigeträchtigen Rennen einfahren konnte.

Durch ihre Auftritte in der populären BBC-Sendung Top Gear wurde Schmitz 2004 und 2005 einem internationalen Publikum bekannt. Dabei begeisterte sie die Zuseher nicht nur mit ihrer Virtuosität hinterm Steuer, sondern auch mit ihrer mitreißenden Art – kein Wunder also, dass sie später auch als Moderatorin des legendären Formats einberufen wurde.

Am 16. März 2021 ist Schmitz 51-jährig nach langer Krankheit gestorben – und die Trauer ist auch in der Motorsportgemeinde groß. Die Betreiber des Nürburgrings, Schmitz’ zweiter (oder erster?) Heimat, verabschieden sich mit einem Video:

Legendäre Auftritte bei Top Gear

Videos von und mit Sabine Schmitz gibt es freilich viele – denn in der Eifel war die gebürtige Adenauerin längst eine Berühmtheit, als sie mit einem einprägsamen Auftritt bei Top Gear weltweit bekannt wurde. In der 2005 erstmals ausgestrahlten Episode versuchte die Deutsche, einen Ford Transit in unter 10 Minuten über die Nordschleife zu bugsieren (das Video könnt ihr hier ansehen).Ein knappes Jahrzehnt später sollte Schmitz zur Top-Gear-Comoderatorin der Post-Clarkson-Ära einberufen werden und ihre Leidenschaft für alles Motorisierte mit einem internationalen Publikum teilen. Auch im deutschen Fernsehen war sie in verschiedenen Sendungen zu sehen, etwa bei “D Motor”.

Taxi der besonderen Art

Wer an Sabines außergewöhnlichen Skills teilhaben wollte, konnte das aber nicht nur via Fernsehen und Internet, sondern bis zum Jahr 2010 auch als Fahrgast in ihrem BMW-Ringtaxi tun. Das war sogar dann ein Erlebnis, wenn man nicht im selben Auto saß: Mit der “Königin des Nürburgrings” auch nur annähernd mitzuhalten, stellte selbst die versiertesten Touristenfahrer – unabhängig vom jeweiligen Fahrzeug – vor eine Herausforderung. So auch den schwedischen Piloten dieses Porsche 911 GT3, der seine Fahrt auf den “Fersen” von Schmitz’ M5-Taxi dankenswerterweise mitgefilmt und zur allgemeinen Unterhaltung auch veröffentlicht hat. Seht selbst:

Frikadelli Racing

Viele eindrucksvolle Videos finden sich – etwa auf YouTube – auch aus Schmitz’ Zeit mit dem von ihr und ihrem Lebensgefährten gegründeten Rennstall Frikadelli Racing. Dass sie auch bei Regen alle links liegen ließ, die sich auf ihrer Heim-Strecke herumtrieben, veranschaulicht dieser kurze Clip eindrucksvoll: alleine in der ersten Minute zieht Schmitz, dieses Mal in ihrem Frikadelli Racing Team 911 GT3 R, an gut 20 Konkurrenten vorbei – und da ist die Action noch lange nicht zu Ende.

Am Beifahrersitz

Wer wissen will, was Sabine Schmitz (abgesehen von allem Motorisierten) sonst noch bewegte, sollte sich dieses kurze Interview aus dem Jahr 2010 zu Gemüte führen: Es zeigt die Vollblut-Rennfahrerin ganz in ihrem Element, .

Am Rücksitz

Auf YouTube können auch einige der legendären Top-Gear-Clips mit Sabine Schmitz nachgesehen werden. Und für alle, die nie die Chance hatten, im M5-Ringtaxi Platz zu nehmen, hier noch eine Runde – gefilmt vom Rücksitz:

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