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"Wie in einem Wäschetrockner voller Ziegelsteine": Richard Hammond spricht über seinen schweren Unfall im Rimac Concept One

“Wie in einem Wäschetrockner voller Ziegelsteine”: Richard Hammond spricht über seinen schweren Unfall im Rimac Concept One

Im Gespräch mit Rimac-CEO Mate Rimac erzählt Richard Hammond über die Hintergründe seines schweren Unfalls in der Schweiz – und wieso er noch mehr Glück hatte, als es im ersten Moment den Anschein hatte.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 30.06.2017

Anfang verunfallte Richard Hammond bei den Dreharbeiten zur zweiten Staffeln von The Grand Tour mit einem Rimac Concept One. Während das Elektro-Supercar bei dem schweren Crash vollkommen zerstört wurde, wurde der Moderator nur leicht verletzt. Nun sprach der 47-jährige erstmals über die Hintergründe des Unfalls. Im Gespräch mit Drivetribe beantworteten Hammond und Rimac-CEO Mate Rimac einige der Fragen, die bis dato unbeantwortet geblieben waren.

“Du weißt genau, dass das der Lauf ist, wo ich verunfallen werde”

Hammond erzählt, dass er, Jeremy Clarkson und James May mit einem alten Lamborghini, einem Honda NSX und einem Rimac Concept One in der Schweiz unterwegs gewesen waren. Der Hillclimb am Hemberg war der letzte in einer Reihe von Tests, die das Trio mit den Supercars der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft durchführen wollten. Als die Dreharbeiten eigentlich schon abgeschlossen waren, forderte der Regisseur die drei auf, doch noch ein letztes Mal die Bergstraße hinauf zu fahren. “Du weißt genau, dass das der Lauf ist, wo ich verunfallen werde”, soll Hammond prophetisch geantwortet – und damit Recht behalten haben.

Video: Crash von Richard Hammond mit dem Rimac Concept One

Glück, Glück und noch mehr Glück

Der Hillclimb ist 1,8 Kilometer lang, der Höhenunterschied zwischen Start- und Ziellinie beträgt 157 Meter. Das Heck des Rimac sei in einer Kurve ausgebrochen, so Hammond. Nachdem er von der Straße abgekommen war, “flog” er etwa 30 Meter bergab, traf auf eine darunter gelegene Straße und rollte noch weiter den Abhang hinunter. Die Entfernung zwischen dem Punkt, an dem Hammond von der Straße abgekommen war und jenem, wo das Supercar schließlich liegen blieb, beträgt 110 Meter – Luftlinie. Bei seiner langen Reise bergabwärts hatte Hammond großes Glück, dass er gegen keines der drei Häuser krachte, die ihm eigentlich im Weg hätten sein müssen. “Du hast dich nicht in einer geraden Linie bewegt, sondern bist irgendwie um die Häuser herum”, erläutert Rimac anhand einer Unfall-Rekonstruktion auf seinem Tablet. Dort ist auch zu sehen, dass des Supercar auf seinem Weg zahlreiche Krater hinterlassen hat.

Hammond und Rimac im Gespräch

"Wie in einem Wäschetrockner voller Ziegelsteine": Richard Hammond spricht über seinen schweren Unfall im Rimac Concept One
© Bild: Screenshot Drivetribe

“Wie in einem Wäschetrockner voller Ziegelsteine, der den Hügel hinunterrollt”

Während des Crashes habe er gedacht, er werde sterben, so Hammond. “Es war als wäre man in einem Wäschetrockner voller Ziegelsteine, der den Hügel hinunterrollt.” Er sei die ganze Zeit über bei Bewusstsein gewesen. Trotz der Schwere des Unfalls trug Hammond lediglich eine Knieverletzung und ein paar Schrammen davon. Auch für die Sicherheit des Rimac Concept One wurden während des Gesprächs lobende Worte gefunden. Aber: “Natürlich, die schlechte Sache ist, dass es Feuer gefangen hat”, räumt Rimac ein. Basierend auf den Daten, die während des Crashes gewonnen wurden, sollen das Auto und die Batterien nun verbessert werden.

"Wie in einem Wäschetrockner voller Ziegelsteine": Richard Hammond spricht über seinen schweren Unfall im Rimac Concept One
© Bild: Screenshot Drivetribe

Uneinigkeit bezüglich der Unfallursache

Auf die Frage, warum das Auto denn überhaupt von der Straße abgekommen sei, antwortet Rimac, dass Hammond viel zu schnell in die Kurve gefahren sei und ein zu heftiges Lenkmanöver ausgeführt habe. “Du wolltest das Auto auf der Stelle drehen. Da war nicht genug Asphalt, um das Auto dort hin zu drehen, wo du es haben wolltest.”Hammond hält dagegen, dass das Supercar eindeutig übersteuert habe.  Den Rest des Videos spricht Rimac darüber, wie toll sein Auto ist – was Hammond bestätigt.