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Rust in Peace: Verstorbene Automarken und ihre Todesursachen

Rust in Peace: Verstorbene Automarken und ihre Todesursachen

Wie es weitergeht, wusste man schon immer oft nicht, und manchmal ist es tatsächlich nicht gut ausgegangen. Die gute Nachricht: Aus jedem Fehler lässt sich etwas lernen, auch heute, wenn man denn will. Eine Lektion in sieben Kapiteln.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 04.06.2020

DIAGNOSE IM FALL SAAB: Monokultur

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© Bild: Werk
Saab 9-3 II (2002-2011)

Beginnen wir mit einem möglichst tragischen Beispiel, nämlich dem Aus von Saab im Jahr 2011 nach jahrelangem schwerem Leiden. Nur zu leicht könnte man als Todesursache die statistisch häufigste in der Automobilgeschichte diagnostizieren, nämlich Morbus GM. Die war jedoch nur eine Folgeerscheinung der automobilen Monokultur, die Saab bis auf wenige rühmliche Ausnahmen über Jahrzehnte lebte. Saab baute immer einen Saab, und zwar genau das: einen Saab. Zuerst den buckligen über mehrere Generationen, dann den nicht mehr ganz so buckligen noch länger. Den 99 gab es 16 Jahre lang, den direkt von ihm abgeleiteten 900 (okay, in zwei technisch unterschiedlichen Ausprägungen) 20 Jahre lang. Von 1968 bis 1998 hatten die Jungs in Trollhättan also im Wesentlichen immer die gleiche Idee, wie ein gutes Auto auszusehen hatte. Stimmte ja auch, aber halt nicht nur.

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