
Wenn wir immer öfter einen mit Aufpreisextras vollgepumpten Premiumwagen vor die Türe gestellt bekommen, fragen wir uns schon, wer sich so ein Auto denn überhaupt leisten kann. Wenn zu den 50.000 Euro Grundpreis noch für 30.000 Euro Extras dazukommen, stimmt auch so manche Leserin, so mancher Leser in die Sinnfrage ein und schickt uns zu Recht ein mehr oder weniger empörtes Mail.
In unserem konkreten Fall ist die Erklärung relativ simpel. Die Hersteller sind darauf bedacht, uns Autotestern die Möglichkeit zu geben, all die neuen Errungenschaften der Technik auszuprobieren und darüber zu berichten. Im Extremfall sogar lieber schlecht als gar nicht. Abgesehen von Verbrauchs- und Abgasverbesserungsmaßnahmen stehen die jüngeren Errungenschaften der Technik jedoch alle in den Aufpreislisten. Assistenzsysteme sind nur so weit serienmäßig, als sie zur Verbesserung der Crashtest-Ergebnisse beitragen, Connected-Dienste, Komfortelektronik aller Art und Unterhaltung kosten sowieso immer extra. Und weil sich in diesem Bereich für die Hersteller besonders gut Geld verdienen lässt, wird auch für entsprechendes Angebotswachstum gesorgt.