Zylinderfest: Das freie Spiel der Kräfte

Was treibt uns an? Motoren! Mit Sorge aber beobachten wir das allgemeine Wegdümpeln im neuen Brennraum-Mainstream. Statt konstruktiver Lust an dramatischen Zylinderzahlen vernehmen wir nur den sturen Ruderschlag abgesicherter Drei- und Vierzylinder-Lösungen. Bleibt uns bald nur mehr Hybrid-Quartett? Ein Rundgang durch das aktuelle Exotenangebot.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 21.01.2020

Von David Staretz, Rudolf Skarics, Julian Sparrer

Die Aufgabe unserer Autos ist ziemlich klar ­umrissen und einfach erklärt. Dennoch leisten wir uns den grandiosen Luxus verschiedenar­tiger Antriebssysteme. Selbst unter den klassischen Hubkolbenmotoren herrscht eine unglaubliche Vielfalt. Von zwei Zylindern aufwärts ist – noch – nahezu jede Zylinderzahl vertreten, und ganz oben, wo man denkt, es kommt nichts mehr, dröhnt der W16 des Bugatti Chiron daher. Doch dem freien Spiel der Kräfte wird bald Einhalt geboten; Abgaswerte, Flottenverbrauch, vorauseilend gehorsame Hybrid- und Elektrokonzepte nehmen den Spaß aus der Sache. Was einst exotisch war, etwa der Dreizylinder, gehört heute zum wohltemperierten Mainstream. Ungehörige Acht- und Zehnzylinder, vielmehr noch der V12, zählen zu den gefährdeten Arten.

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