Travis Pastrana schafft, woran Evel Knievel scheiterte

1967 scheiterte Evel Knievel an dem Sprung über den Fontänenbrunnen vor Caesars Palace in Las Vegas. Über ein halbes Jahrhundert wiederholte Travis Pastrana den spektakulären Stunt – und drei weitere.

13.07.2018 Online Redaktion

Wer am vergangenen Wochenende in Las Vegas unterwegs war, fühlte sich mitunter um ein halbes Jahrhundert in die Vergangenheit versetzt: Vor dem Caesars Palace flog ein Mann mit weißem Stars and Stripes-Anzug und Cape auf einem Motorrad durch die Lüfte. 11 Jahre nach dem Tod von Evel Knievel ließ Travis Pastrana den schillernden Stuntman wieder aufleben´- und zwar nicht nur mit seinem Outfit: Der 34-jährige stellte in der Wüstenstadt drei Sprünge der amerikanischen Legende nach.

Quasi zum Aufwärmen sprang Pastrana über 52 Autowracks. Fluglänge: 143 Fuß, also etwa 43,5 Meter. Evel Knievels im Jahr 1973 aufgestellter Rekord hatte den damals 34-jährigen “nur” über 50 Fahrzeuge geführt.

Als nächstes stand in Las Vegas eine Hommage an einen Stunt auf dem Programm, an dem sogar der große Evel vorerst scheiterte: 1975 wollte Knievel über 13 Busse fliegen, was allerdings missglückte. Den erneuten Versuch mit 14 Bussen unternahm der Stuntman noch im selben Monat – und landete einen neuen Rekord, den Pastrana erst im darauffolgenden Jahrtausend mit seinem Sprung über 16 Greyhound-Busse brechen sollte. Seine Indian Scout FTR750 flog dabei knappe 60 Meter weit.

Den spektakulärsten Stunt sparte sich Pastrana bis zum Schluss auf. Die Krönung der motorisierten Hommage bildete der Sprung über den Brunnen vor dem berühmten Hotel Caesars Palace. Bei diesem Stunt war Evel Knievel im Jahr 1976 schwer verunfallt: Bei der Landung überschlug er sich mehrfach zog sich zahlreiche Knochenbrüche zu. Er soll sogar fast einen Monat lang im Koma gelegen haben – eine Meldung, die von einigen Zeugen später als Marketing-Gag abgetan werden sollte. 1980 versuchte Gary Wells sich an dem Sprung, verunfallte bei der Landung aber ebenfalls. Weitere 38 Jahre später konnte Pastrana den Sprung jetzt nicht nur bewältigen – sondern das Ganze auch so aussehen lassen, als wäre es eh kein Problem.

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