Lexus LF-1 Limitless: Nichts ist klar, aber alles möglich

Weil niemand die Zukunft kennt, muss alles möglich sein. Mit der Studie LF-1 Limitless lässt sich Lexus alle Türen offen. Sportwagen? Klar. SUV? Sowieso. Elektroauto, Brennstoffzelle, Plug-in-Hybrid. Ja, ja, ja.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 16.01.2018

Lexus sagt, dass der RX 300 das Segment der luxuriösen Crossover-SUV erfunden hat. Wenn das stimmt, ließe sich die Entstehung dieser Nische auf das Jahr 1997 zurück datieren. Was Land Rover, Jeep und eine Hand voll anderer amerikanischer Hersteller dazu sagen, ist nicht überliefert. Jedenfalls präsentierte Lexus auf der North American International Auto Show (NAIAS) die Studie LF-1 Limitless, die sie als geistigen Nachfolger des RX 300 verstehen.

Lexus LF-1 Limitless Studie Crossover SUV
© Bild: Lexus

Studie Lexus LF-1 Limitless

Soll heißen: Neudefinition eines Segments. Lexus versteht darunter vor allem, dass dem Wagen für die Zukunft alle Möglichkeiten offen stehen sollen. Deswegen auch der Name „Limitless“. Weil niemand weiß, was die Zukunft der Mobilität bringen wird, will Lexus mit dem LF-1 Limitless für alle Szenarien gerüstet sein.

In der Praxis haben die Designer deswegen dem Motorraum viel Platz gelassen, damit alles reinpassen würde, was da vielleicht kommt. Lexus denkt dabei vor allem an Plug-in-Hybrid-Systeme, reine Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge. Die Optik stammt übrigens aus dem Hause Calty Design. Das hat bei der japanischen Marke Tradition. Das Büro steuert seit den 1970ern Jahre regelmäßige Ideen und Entwürfe für diverse Toyota- und Lexus-Modelle bei.

Lexus LF-1 Limitless Studie Crossover SUV
© Bild: Lexus

Wuchtiges Magnetfeld

Blickfang ist der „Diablo“ genannte Kühlergrill. Die Rippen sind hier kreisförmig um das zentrale Logo angeordnet, wodurch es so aussieht, als sei ein Magnetfeld entstanden, das die Rippen anzieht. Die grundsätzliche Form des „Diablo“ wurde auch am Heck umgesetzt. Spannend: der Spoiler ist geteilt und der gläserne Dachhimmel geht so direkt in die Heckscheibe über.

Für den Innenraum gibt es ebenfalls einen eigenen Namen: Omotenashi. Das bedeutet theoretisch so viel wie „einheitlich große Gastfreundschaft“ und praktisch, dass vier Mal der gleiche Sitz verbaut wurde. Die Gäste im Fond sitzen also auf dem gleichen bequemen Sessel, den auch der Fahrer bekommt.

Lexus LF-1 Limitless Studie Crossover SUV
© Bild: Lexus
Lexus LF-1 concept
Photo: James Lipman / jameslipman.com

Wir winken den Knöpfen

Apropos Fahrer. Der wird nicht mehr von Knöpfen abgelenkt, sondern bekommt minimalistische Displays und Funktionen, die per Gestensteuerung ein- und ausgeschaltet werden. Sämtliche analogen Schalter flogen raus, was eine entspannte Atmosphäre garantieren soll. Genauso wie die Ambiente-Beleuchtung. Schon wenn der Fahrer den Wagen startet beglückt ihn eine eigens programmierte Lichtsequenz.

Dazu kommt eine 4D-Navigation. Das bedeutet, dass das System versucht, die Bedürfnisse des Fahrers zu erkennen und deswegen Pausen, Tankstellen und Hotels in die Route mit einkalkuliert. Außerhalb eines Autos heißt das „Werbung mit personenbezogenen Daten“. Was auf dem vorderen Monitor passiert kann übrigens auch auf das Rear-Seat-Entertainment-System, auf Tablets oder Handys übertragen werden.

Lexus LF-1 Limitless Studie Crossover SUV
© Bild: Lexus

Um auf das automatisierte Fahren optimal vorbereitet zu sein, verfügt der Lexus LF-1 über eine Drive-by-wire-Lenkung und –Bremsen – quasi als Vorbote dessen, was an Sensoren- und Radartechnologie in Zukunft verbaut sein dürfte.


Schlagworte:
Voriger
Nächster