Lamborghini Terzo Millennio: Willkommen im dritten Jahrtausend

Eine selbstheilende Kohlefaserhülle, die auch als Energiespeicher dient. Lamborghini träumt mit dem Designkonzept Terzo Millennio von einem elektrisch betriebenen Supersportwagen.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 07.11.2017

Lamborghini kleckert nicht, Lamborghini klotzt. Die Italiener stellen mit dem Terzo Millennio ein Designkonzept vor, den sie selbst den Supersportwagen des dritten Jahrtausends nennen – pragmatische Namen klingen auf Italienisch eben besser. Vor allem im Bereich der Energiespeichersysteme und der Werkstoffe sollen, wenn es nach Lamborghini geht, enorme Fortschritte gemacht werden.

Lamborghini Terzo Millennio Designkonzept MIT
© Bild: Lamborghini

Terzo Millennio: Sehr weit gedacht

Dafür ist das Massachusetts Institute of Technology (MIT) zuständig. Lamborghini lässt der renommierten Einrichtung üppige Gelder zukommen, damit sich gleich zwei Laboratorien der Themen annehmen. Das „Dinca research Lab“ der chemischen Fakultät unter Leitung von Professor Mircea Dinca und die „Mechanosynthesis Group“ von Professor Anastasios John Hart aus dem Fachbereich Maschinenbau.

Sie sollen zwei kleine Sensationen entwickeln. Zum einen sollen statt konventioneller Akkus Superkondensatoren zum Einsatz kommen. Die stellen enorme Spitzenleistungen zur Verfügung und können deutlich schneller beladen werden, auch nutzen sie sich weniger ab. Jedoch haben sie (bislang) eine deutlich geringere Energiedichte.

Lamborghini Terzo Millennio Designkonzept MIT
© Bild: Lamborghini

Selbstheilende Hülle

Ein Problem, das unter anderem durch die Kohlefaserhülle gelöst werden soll, die ebenfalls ein Schwerpunkt der MIT-Forschung sein wird. Innerhalb der Kohlefaserstruktur sollen Nanopartikel Strom speichern. Das Karosseriematerial soll, so die Theorie, mit Nano-Röhrchen durchzogen sein, die Beschädigungen feststellen können. Die Mikrokanäle sind mit Chemikalien gefüllt, die einen Reparaturvorgang starten.

Angetrieben werden soll der Lamborghini Terzo Millennio von vier Elektromotoren. Also einer pro Rad. Die Designer bekamen bei der Gestaltung alle Freiheiten, die sie wollten. Die bekannte Y-Form bei Front- und Heckleuchten wurde weitergedacht. Der Fahrer sitzt deutlich weiter vorne – beinahe zwischen den Vorderrädern.

Lamborghini Terzo Millennio Designkonzept MIT
© Bild: Lamborghini

Co-Pilot statt Safety-Car

Der Innenraum bietet einen Computer-Co-Piloten. Wer sich mit dem Lamborghini Terzo Millennio auf die Rennstrecke wagt, der kann einen virtuellen Fahrer aktivieren. Dieser steuert den Wagen autonom über den Kurs und präsentiert die Ideallinie. Anschließend kann der (echte) Fahrer zeigen, dass er es besser kann. Oder auch nicht. Auch egal, die Karosserie repariert sich schließlich selbst.

In den Handel wird der Wagen wohl eher nicht kommen. Der Lamborghini Terzo Millennio ist ein Forschungsobjekt und eine Spielweise für Ingenieure, Designer und Wissenschaftler. Allerdings dürfte für die Serienfertigung auch so einiges abfallen.

Lamborghini Terzo Millennio Designkonzept MIT
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