So testet Bugatti seinen Bremssattel aus dem 3D-Drucker

Bugatti entwickelt den weltersten Titan-Bremssattel für den Serieneinsatz. Wie das Bauteil getestet wird, zeigt dieser Blick hinter die Kulissen.

31.12.2018 Online Redaktion

Anfang 2018 hat Bugatti den weltweit ersten Bremssattel aus dem 3D-Drucker präsentiert. Der 8-Kolben-Monoblock-Bremssattel aus Titan ist zudem der größte, der derzeit in der Autoindustrie zum Einsatz kommt. Das Bauteil entstand in Zusammenarbeit mit dem Laser Zentrum Nord in Hamburg, und bevor es in den zukünftigen Modellen der französischen Supersportwagenmarke zum Einsatz kommen kann, muss es erst noch unzählige Tests durchlaufen. Wie, zeigt die Volkswagen Gruppe jetzt in einem Video, das einen spannenden Blick hinter die Kulissen gibt.

Leicht und Leistungsstark

Im Chiron setzt Bugatti Bremssättel aus einer hochfesten Aluminium-Legierung ein, die aus einem Block geschmiedet werden – die größten ihrer Art, die derzeit in einem Serienfahrzeug verbaut werden. Mit dem Bremssattel aus dem 3D-Drucker geht Bugatti einen Schritt weiter: Titan, das derzeit hauptsächlich in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommt, ist nicht nur leichter, sondern auch leistungsfähiger als Aluminium. So wiegt der Titan-Bremssattel nur 2,9 kg, während das Aluminium-Bauteil 4,9 kg auf die Waage bringt – immerhin 40 Prozent mehr. Die hohe Festigkeit von Titan macht es allerdings sehr schwierig bis unmöglich, einen Bremssattel wie bei Aluminium üblich aus einem Blick zu fräsen, weshalb Bugatti einen enorm leistungsstarken 3D-Drucker des Laser Zentrum Nord ins Spiel brachte.

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