Wie entsteht ein Stau? Und wie kann er verhindert werden?

Staus auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder zur Urlaubszeit gehören längst zum gewohnten Straßenbild. Dabei wäre dieses Ärgernis leicht zu vermeiden.

07.03.2016 Online Redaktion

Es reichen oft ein paar wenige Autofahrer, die eine Kettenreaktion auslösen und damit für einen Stau sorgen. Geschwindigkeitsunterschiede sind dabei der entscheidende Faktor, die durch die folgenden Verhaltensweisen verursacht werden:

5 Gründe wie es zu einem Stau kommt

1. Häufiger Spurwechsel

Bei zähem Verkehr versuchen einige Autofahrer immer wieder durch einen Spurwechsel schneller voran zu kommen. Davon abgesehen, dass der Zeitgewinn durch solche Manöver minimal ist, werden dadurch andere Autofahrer häufig zum Bremsen gezwungen, was den Verkehrsfluss noch mehr behindert. Dadurch entstehen sogenannte Phantomstaus– also Staus die auf den ersten Blick keine erkennbare Ursache haben bzw. ohne die „Spurhüpfer“ vermieden werden könnten.

2. Drängeln

Zu dichtes Auffahren führt zwangsläufig zu häufigeren, schärferen Bremsmanövern. Damit wird eine Kettenreaktion ausgelöst, bei der die nachkommenden Fahrzeuge ebenso stärker bremsen müssen. Diese Kettenreaktion kann bis zum totalen Stillstand führen, da das erneute Anfahren wesentlich mehr Zeit beansprucht als das Bremsen und so die Fließgeschwindigkeit des Verkehrs rasch abnimmt.

3. Unaufmerksamkeit

Auch Autofahrer, die abgelenkt sind und nicht ausreichend auf den Verkehr achten, tragen dazu bei, dass „nichts mehr geht“. Denn auch Unaufmerksamkeit führt dazu, dass häufiger gebremst werden muss. Der Rest der Geschichte ist bereits bekannt: siehe Punkt 2.

4. Das Reißverschlusssystem

Noch immer verstehen einige Autofahrer das Reißverschlusssystem falsch und wollen zu früh auf die Nebenspur. Oder aber die Spurwechsler werden schlicht ignoriert und blockiert.

Solches Verhalten führt dazu, dass der Verkehr immer weniger fließen kann und schließlich zum Stillstand kommt.

5. Schaulustige Autofahrer

Bei Unfällen oder Pannen am Straßenrand oder auf der Gegenfahrbahn der Autobahn lässt sich immer wieder beobachten, dass manche Autofahrer die eigene „Neugier“ nicht im Griff haben und plötzlich abbremsen um einen Blick auf das Unfallgeschehen zu erhaschen. Müßig zu erwähnen, dass solches Verhalten nicht nur zu Staus sondern auch zu Unfällen führen kann.

Wie kann man dazu beitragen, Stau zu vermeiden?

Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, um den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten.

  • Das gelingt am besten, wenn die Geschwindigkeitsunterschiede der einzelnen Fahrzeuge möglichst gering ausfallen und sich die Kolonne ähnlich wie ein „Fischschwarm“ homogen fortbewegt.
  • Das bedeutet in der Praxis: Bei zähem Verkehr/Stau die Spur und ausreichend Abstand zum Vordermann halten und durch vorausschauendes Fahren scharfe Bremsmanöver vermeiden.
  • Und damit das Reißverschluss nicht klemmt: Der Wechsel auf den anderen Fahrstreifen sollte erst kurz vor Beginn der Verengung stattfinden. Umgekehrt sollte den Fahrern, die sich einreihen wollen, das auch ermöglicht werden.
  • Bei Unfällen oder Pannen, bei denen bereits Helfer vor Ort sind gilt: Scheuklappenblick und konzentriert weiterfahren!
  • Ob Staus in Zukunft ohnehin bald der Vergangenheit angehören und wie das (vielleicht) klappen soll, erfahrt ihr hier.
  • Sam

    Punkt 4 ist der im Alltag nervigste:

    Beachtet man die Regel bis zum Anfang der Verjüngung zu fahren und sich dann erst einzuordnen, wir man nicht hineingelassen da man sich ja „eine bessere Position erschwindelt“.

    Lässt man hingegen auf der fortführenden Spur erst ganz am Schluss die Autos hinein, so sind haufenweise Leute angefressen die sich schon früher einordnen wollen.

    Selbes gilt auch für Beschleunigungsstreifen auf Autobahnen etc.

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