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Was hilft gegen Müdigkeit beim Auto fahren?

Was tun, wenn ihr vor einer langen Autofahrt steht und bereits nach kurzem erste Anzeichen von Müdigkeit spürt. Ist die Lösung: Koffein und Zucker?

08.12.2015 Online Redaktion

Der Griff zu Hilfsmittelchen wie Kaffee, diverse Energydrinks oder andere koffeinhaltige Getränke scheint auf den ersten Blick eine hilfreiche Möglichkeit zu sein, die nötige Konzentration und Wachheit beim Autofahren zu behalten. Für viele Menschen sind daher derartige Getränke regelmäßige Begleiter bei langen Autofahrten und nicht nur dann.

Was macht Koffein mit eurem Geist und Körper?

Fakt ist: Koffein z.B. bewirkt einen erhöhten Ausstoß von Adrenalin, was durch den dadurch erhöhten Blutdruck und der Pulsfrequenz kurzfristig als aktivierend, teilweise sogar als „berauschend“ wahrgenommen werden kann. So gesehen der gewünschte Effekt, um die volle Konzentration bei der Autofahrt zu bewahren? Ihr ahnt es schon, es folgt ein „aber“.

Die Krux mit dem Koffein

Denn dieser „Kick“ hält im Körper nur kurzfristig an: Ist das im Körper produzierte Adrenalin aufgebraucht, ist der Abfall des Blutdruckes, der Pulsfrequenz und des allgemeinen „Energielevels“ umso größer. Erst wenn wieder Adrenalin nachgebildet wurde – und das kann durchaus etwas dauern – kann wieder die ursprüngliche hormonelle Balance hergestellt werden. Dieses Wechselspiel der Hormone und des gesamten Stoffwechsels erschöpft den Körper (und auch den Geist) und löst so mitunter größere Müdigkeit aus als zuvor.

Begleiterscheinungen von Koffein

Auch „Begleiterscheinungen“ wie zittrige Hände oder allgemeine „Gereiztheit“ können bei manchen Menschen die Folge sein. Es ist fraglich, ob das die idealen Voraussetzungen für eine sichere Autofahrt sind.

Welche Alternativen gibt es zu Koffein?

Ein Wundermittel stellen wir euch jetzt nicht vor, aber ein paar Alternativen zu koffeinhaltigen Getränken haben wir für euch:

  1. Ein rechtzeitiger Fahrtantritt ist Grundvoraussetzung für eine sichere Fahrt. Dabei sind eventuell nötige Rastpausen genauso mit einzuplanen wie aktuelle Staumeldungen auf eurer Strecke. Müsst Ihr wegen Termindruck ständig am Limit fahren, ermüdet Ihr auch deutlich schneller!
  2. Geht ausgeruht und ausgeschlafen an den Start. Die körperliche Ausgeruhtheit durch ausreichenden Schlaf ist dabei genauso wichtig wie die emotionale Ruhe. Wenn ihr noch gestresst seid (z.B. vom soeben beendeten Meeting mit eurem Chef), ist es ratsam, noch einige Schritte zu gehen und ein paar Mal gut durchzuatmen. Denn Sauerstoff ist das, was euer Gehirn in einem solchen Zustand am dringendsten braucht.
  3. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle dabei, ob ihr schnell ermüdet oder noch Energiereserven für eine lange Autofahrt habt. So sehr auch wir ein herzhaft-gold-braunes Schnitzel oder einen deftigen Schweinsbraten schätzen: Vor einer längeren Autofahrt müssen wir von solchen kulinarischen Köstlichkeiten leider abraten, da so die Verdauungsorgane einen Großteil eurer Energie verbrauchen werden.
  4. Was ihr essen solltet: Gönnt euch bereits einige Stunden vor der Abfahrt z.B. eine Portion Nudeln, ein Reisgericht oder eine andere kohlenhydratreiche Mahlzeit. So hat euer Körper noch Zeit, die Kohlenhydrate in die benötigte Energie umzuwandeln. Nicht umsonst schaufeln z.B. auch Landstreckenläufer vor wichtigen Events kiloweise Nudeln runter.
  5. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und während der Fahrt brauchen wir hier wohl nicht näher erläutern – jeder weiß, dass ein dehydrierter Körper nur zu wenig Leistung und Konzentration fähig ist.

Unser tröstliches Fazit

Wie so oft gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift! Als Genussmittel eingesetzt wollen wir hier keinem von euch den Kaffee oder die Dose Energydrink während der Fahrt absprechen. Aber: Müdigkeit und Konzentrationsdefizite könnt ihr so leider nicht wegzaubern.

Die Zaubermittel lauten daher: Ausreichend schlafen, gutes Zeitmanagement und ausgewogene Ernährung.

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