Jaguar F-Type Coupé Team Sky
Foto: Jaguar
 

So transportiert man sein Fahrrad am Auto

Es gibt verschiedene Wege, ein Fahrrad im oder am Auto zu transportieren. Hier gibt es Tipps für den Transport am Fahrrad-Träger.

05.09.2015 Online Redaktion

Prinzipiell gibt es für Fahrrad-Träger drei Anbaumöglichkeiten am Auto: am Dach, an der Heckklappe oder auf einer Anhängerkupplung. Einen Sonderfall stellt das Heckträger-System von Opel dar, das sich bei den meisten Modellen ab Werk integrieren lässt und einen garantiert sicheren Transport ermöglicht.

Vor- und Nachteile des Radtransports mit Fahrradträgern

Der Fahrrad-Transport an der Außenseite des Autos hat den Vorteil, dass der gesamte Innenraum zur Verfügung bleibt, der Dreck nicht mit ins Auto kommt und in den meisten Fällen auch mehrere Fahrräder bequem untergebracht werden können.
Der Nachteil eines Fahrrad-Dachträgers ist, dass die Aerodynamik gewaltig beeinflusst wird – der Verbrauch steigt, die Seitenwind-Empfindlichkeit nimmt zu. In Kurven spürt man den höheren Schwerpunkt. Außerdem sollte man nie vergessen, wie hoch das gesamte Fahrzeug nun ist – auch nicht bei Mautstationen, Tiefgarageneinfahrten und Tunnelportalen.

Prinzipiell ist die Montage eines Fahrradträgers einfacher, wenn das Auto eine Dachreling hat, Querträger sind jedoch für fast alle Fahrzeugmodelle erhältlich. Um die Fahrräder aufs Dach zu bekommen, sind einige Träger-Modelle mit „Liften“ oder Kränen ausgestattet. Andernfalls muss man die Velos selbst hochwuchten, gegebenenfalls mithilfe einer Trittleiter o.ä.

Heckklappenträger

Der Fahrrad-Träger an der Heckklappe ist ein wenig windschlüpfriger als der Transport am Dach. Allerdings ist das Zusatzgewicht eine starke Belastung für die Gasdruck-Dämpfer der Heckklappe, und nur selten bleiben keine Kratzspuren an den rostempfindlichen Kanten der Heckklappe zurück. Außerdem ist der Blick aus der Heckscheibe mit einem Fahrradträger hinfällig.

Fahrradträger für die Anhängerkupplung

Fahrrad-Träger für die Anhängerkupplung halten die Fahrräder quasi im Windschatten des Fahrzeugs. Im Gegenzug finden an dieser Stelle bei Regen die ärgsten Verwirbelungen statt – Die Fahrräder stellen voll in der Gischt. Bei einem Kupplungs-Träger sollte man beachten, dass der Träger klappbar ist. So hat man weiterhin Zugriff auf den Kofferraum.

Bei allen Fahrradträgern sollte man darauf achten, dass der Träger zu den Fahrrädern passt, sowohl was die Reifenbreite betrifft, als auch in Hinblick auf Klemmbefestigungen an Rahmen-Rohren. Speziell Mountainbikes und moderne Rennräder (auch aus Alu) haben oft Rahmen mit dickerem Rohrdurchmesser.

Vorsicht mit roten Kennzeichentafeln!

Ist das Kennzeichen durch den Fahrrad-Träger verdeckt, kann man entweder die Tafeln auf den Träger umstecken (wo sie oft genug geklaut werden) oder rote Zusatztafeln beantragen – diese werden im Ausland jedoch grundsätzlich nicht anerkannt.

Man informiere sich bei unabhängigen Tests (ÖAMTC, ARBÖ), welche Fahrrad-Träger zur Zeit das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten. Ein billiger Kauf entpuppt sich spätestens als schlechte Entscheidung, wenn man sein Fahrrad in Teilen von der Autobahn auflesen musst.

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