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Wie funktioniert ein Automatikgetriebe?

Die Kunst, schalten zu lassen.

01.08.2015 Online Redaktion

Verbrennungsmotoren in Automobilen sind auf Getriebe mit veränderlichen Übersetzungen angewiesen, um ihr volles Potential sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn ausnutzen zu können. Im Gegensatz zu manuellen Schaltgetrieben befreien Automatikgetriebe den Fahrer von der lästigen Pflicht, Gänge auswählen und wechseln zu müssen. Der Schalthebel und das Kupplungspedal können daher entfallen. In Fahrzeugen mit automatischer Schaltung finden sich lediglich zwei Pedale, Gas und Bremse, sowie ein Wählhebel, mit dem dem Wagen die Richtung vorgegeben wird („Vorwärts!“, „Rückwärts!“ und „Halt!“). Diesem Komfortgewinn steht ein gewisser Effizienzverlust gegenüber, da Automatikgetriebe schwerer und (meist) im Wirkungsgrad schlechter sind als konventionelle Schaltgetriebe. Ältere Ausführungen haben auch die Fahrleistungen deutlich negativ beeinflusst, das gilt für die neuesten Generationen aber kaum mehr.

Geschichte des Automatikgetriebe

1939 hat Oldsmobile seiner 60er-Reihe mit der Hydramatic die erste Automatik beschert, die in Basiskonzept und Bedienung grundsätzlich den Heutigen entspricht. Die gusseiserne Hydramatic war zwar schwer, aber so zuverlässig und robust, dass sie sogar in Weltkriegspanzern eingesetzt wurde. Nach dem Krieg haben es die GM-Werber natürlich nicht versäumt, das Getriebe als „battle-tested“ anzupreisen.

Jedenfalls haben die komforthungrigen Amis diese neue Art des (Nicht-)Schaltens sofort ins Herz geschlossen und die Automatik ist in den USA binnen kürzester Zeit zur Standardgetriebeform (mit Verbauraten von 90%) avanciert. In Europa haben Automatikgetriebe außerhalb der Luxusklasse lange Zeit ein Mauerblümchendasein gefristet, doch mit den in den letzten Jahren großen technischen Fortschritten auf diesem Gebiet ist das Interesse an solchen Getrieben auch in der alten Welt größer geworden.

Funktion

Zurzeit gibt es vier Bauformen, die es auf nennenswerte Stückzahlen bringen:
Die Wandlerautomatik, automatisierte Schaltgetriebe, Doppelkupplungsgetriebe und CVTs.

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